Im Alltag oder bei der Arbeit, ein gesundes Blickfeld ist sowohl vor dem Rechner, beim Autofahren als auch beim Kochen eine wichtige Grundvoraussetzung. Die sogenannte Hyperopie, also die Weitsichtigkeit, schränkt die Betroffenen dabei stark ein. Stellt sich also die Frage, wie diese Augenkrankheit überhaupt entsteht und was man dagegen unternehmen kann.

Ursachen

Eine Weitsichtigkeit wird in der Regel durch einen zu kurzen Augapfel verursacht – das fehlerhafte Verhältnis zwischen Achsenlänge und Brechkraft führt dann zu einem gestreuten Bild auf der Netzhaut, sodass der Blick unscharf wird. Meist angeboren, kann diese Augenkrankheit in unterschiedlichen Stadien auftreten und führt dazu, dass die Brechkraft des Auges nicht mehr ausreicht, um das Licht bei Objekten aus der Nähe ausreichend zu bündeln. Neben einem angeborenen zu kurzen Augapfel, kann Weitsichtigkeit auch eine Folge des Alters sein und erst später auftreten. Veränderungen der Hornhaut oder auch der Linse können Ursachen hierfür sein und äußern sich im Laufe der Zeit meist mit Kopfschmerzen und brennenden Augen, wenn diese zu sehr beansprucht werden.  Doch was tun, um diesem Problem entgegenzuwirken?

Korrektur der Weitsichtigkeit

Zu aller erst gilt: Je eher das Problem behandelt wird, desto besser. Daher sollte ein dauerhaft verschwommener Blick, tränende Augen und Ermüdungserscheinungen, welche durch die Weitsichtigkeit auftreten können, nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Denn nicht nur der Alltag wird zur Belastung, auch die eigene Sicherheit und die anderer steht auf dem Spiel, wenn zum Beispiel hinter dem Steuer plötzliche Sehschwierigkeiten auftreten. Durch moderne und schonende Korrekturmethoden ist die Behandlung heutzutage gar kein Problem mehr – aber welche Methoden haben sich bewährt?

  • Brillen
    Die wohl beliebteste Behandlung bei Augenproblemen sind Brillen und Kontaktlinsen, um die Fehlstellungen der Augen auszugleichen. Auch bei Weitsichtigkeit kann auf diese Weise eine helfende Korrektur stattfinden. Der Clou liegt hierbei in den sogenannten „Plusgläsern“. Die Biegung nach außen bündelt einfallendes Licht, bevor dieses auf die Netzhaut trifft – und die schwache Brechkraft des Auges wird somit unterstützt und das verschwommene Bild wieder schärfer.
  • Kontaktlinsen
    Wie stark die betroffene Person an Weitsichtigkeit leidet, kann der Augenarzt oder Optiker problemlos feststellen – und auch bei den Behandlungen muss nicht nur auf die Brille gesetzt werden! Wer lieber zu Kontaktlinsen greifen möchte, hat hierbei neben einem fehlenden Brillengestell noch einen weiteren Vorteil: Bei ausgeprägter Weitsichtigkeit sind Kontaktlinsen die deutlich bequemere Alternative, da die Korrektur einer nötigen Brille durch das dicke Glas sehr schwer wäre.
  • Lasern

Hierbei wird die innere Hornhaut abgeschliffen, was zu einer verstärkten Krümmung führt. Im Umkehrschluss erhöht sich die Brechkraft des Auges wieder und „normales Sehen“ ist möglich.
Wer zum Lasern greift, hat zum einen die Chance auf eine dauerhafte Korrektur der Weitsichtigkeit, riskiert aber auch zum anderen eine Narbenbildung auf der Hornhaut, was im Zweifelsfall zu einem noch größeren Sehschaden führen kann. Wie immer gilt es, zuvor ein klärendes Gespräch mit dem Augenarzt zu führen, um die besten Möglichkeiten für eine Behandlung zu finden.