Unsere Darmbakterien bilden in unserm Darm eine regelrechte Gemeinschaft. Deren Zusammensetzung und Aktivität beeinflusst maßgeblich unser Wohlbefinden und letzten Endes auch unsere Gesundheit. Dabei gibt es zwei wichtige Faktoren, die unsere Darmbakterien beeinflussen: zum einen natürlich die Ernährung, zum anderen aber auch Bewegung. Zudem ist es wichtig zu wissen, dass es sowohl gute, gesunde Darmbakterien als auch schlechte Darmbakterien gibt.

Jeder einzelne Mensch besitzt eine anders zusammengesetzte Darmflora (1). Sprich die Mikrobiotika, die in seinem Darm vorkommen, sind also ganz individuell. Dennoch sollten sie nicht aus dem Gleichgewicht kommen. Unsere Darmbakterien unterstützen nämlich unter anderem unsere Abwehrkräfte.

Eine gesunde Darmflora ist also kein Zufall, denn den größten Einfluss hierauf hat tatsächlich unsere Ernährung, was bedeutet, wir haben es Tag für Tag in der Hand, wie es um die Gesundheit unsere Darms bestellt ist. Mit der heutigen Ernährung allerdings ist das gar nicht so einfach. Eine ausgewogene Ernährung, und das wird hier wieder ganz deutlich klar, ist also das A und O dafür, dass die Darmflora nicht aus dem Takt kommt. Eine Ernährungsumstellung kann also in vielen Fällen angebracht sein.

Wer aber bereits unter Symptomen oder den Auswirkungen von Übersäuerung oder schlechter Darmflora leidet, sollte zum einen den Darm reinigen und entgiften und zum anderen direkt danach seine Darmbakterien wieder aufbauen. Wie das geht? Zum Beispiel Mithilfe einer Darmbakterien Kur oder durch eine Darmsanierung.

Welche Darmbakterien gibt es? Gute & schlechte Darmbakterien

In unserem Darm kommen sowohl schlechte als auch gute Darmbakterien vor. Die guten sind gesund und wichtig, die schlechten – man nennt sie Kolibakterien und Fäulnisbakterien – hingegen schädlich und sollten deswegen in Schach gehalten werden. Die guten Bakterien bezeichnet man als Laktobakterien und Bifidobakterien. Ein gutes Verhältnis liegt bei ca. 85% guten Darmbakterien und 15 % schlechten Darmbakterien. Gerät dieses Verhältnis ins Ungleichgewicht, kann es zu Verdauungs- und anderen Problemen kommen.

Darmbakterien aufbauen mit diesen 5 einfachen Hausmitteln

Ist die Darmflora erst mal geschädigt, lässt sie sich ganz einfach mit den richtigen Lebensmitteln und Hausmitteln wieder aufbauen. Unterschieden wird hier im Übrigen in Probiotika und Präbiotika. Bei ersteren handelt es sich um Milchprodukte und fermentierte Produkte, während man unter präbiotischen Lebensmitteln Ballaststoffe versteht, die zum Beispiel in Chicoree, Zwiebel, Knoblauch, Spargel, Artischocken und Bananen stecken.

1. Joghurt und Kefir

An erster Stelle stehen hier die beiden Milchprodukte Joghurt und Kefir. Sie beinhalten Milchsäurebakterien, die sich im Darm ansiedeln. Wichtig, es sollte sich dabei um naturbelassene und nicht etwa um gesüßte Produkte handeln.

2. Fermentierte Lebensmittel

Ganz wichtig für die Darmbakterien sind auch fermentierte Lebensmittel wie zum Beispiel Sauerkraut, Kimchi (gegorener Weißkohl), fermentierte Sojaprodukte wie Tofu und Tempeh, aber auch Kombucha. Diese Lebensmittel sollten zum Aufbau der Darmbakterien öfter mal in den Speiseplan eingebaut werden.

3. Flohsamen, Leinsamen und Chiasamen

Alle diese 3 Samen haben die Eigenschaft, dass sie Wasser binden und darin aufquellen. Das sorgt dafür, dass sie den Wasserhaushalt im Darm verbessern, da die Samen dort quellen und den Stuhlgang voluminöser machen. Das führt dazu, dass eventuelle Kotablagerungen aus dem Darm entfern werden. Zudem enthalten sie viele für die Verdauung wichtiger Ballaststoffe. Im Übrigen helfen vor allem Flohsamenschalen bei Verstopfung.

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4. Apfelessig

Apfelessig gilt als Naturheilmittel mit vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten. Am besten eignet sich allerdings naturtrüber, nicht pasteurisierter Apfelessig. Er ist reich an Mineralstoffen und Enzymen und sollte das Verdauungssystem anregen. Er hilft bei der Ausleitung schlechter und schädlicher Darmbakterien und verhindert, dass sich Bakterien, Schadstoffe und Gase im Darm ansammeln. Apfelessig wird einfach als Mischung von 30ml auf einen Liter Wasser über den Tag verteilt getrunken. Wem es überhaupt nicht schmeckt, der kann mit etwas Honig oder Agavendicksaft süßen.

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5. Brottrunk

Brottrunk schmeckt leider ebenfalls gewöhnungsbedürftig, ist aber für unsere Darmbakterien gut und wichtig. Er enthält Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente und gilt aufgrund der Milchsäurebakterien als probiotisches Lebensmittel. Auch Laktobaziollen sind enthalten, was dazu führt, dass eine gesunde Darmflora aufgebaut und stabil gehalten wird.

Mittel und Produkte für die gesunde Darmflora

Darmbakterien kann man auch kaufen: Neben den oben genannten Hausmitteln für gesunde Darmbakterien gibt es in der Apotheke oder im Internet auch eine ganze Reihen Produkten, darüber Probiotika und Präbiotika wie zum Beispiel Bifidobakterin und Lactobazillen. Man sagt ihnen gesundheitsfördernde Eigenschaften nach. Sie können das Wachstum von Keimen hemmen und das Mikrobiom im Darm wieder ins Gleichgewicht bringen.

Darmbakterien für Kinder & Babys

Wie könne eigentlich Babys und Kinder eine gesunde Darmflora entwickeln? Das geschieht bereits bei der Geburt, denn zu diesem Zeitpunkt werden schützende Bakterien auf das Kind übertragen und siedeln sich dann in dessen Darm an. Das Kind wird sozusagen schon zu diesem frühen Zeitpunkt mit den mütterlichen Bakterien geimpft. Dabei hat man interessanterweise festgestellt, dass die Darmflora von Kindern, die vaginal entbunden wurden, sich von Kaiserschnitt Kindern unterscheidet. Kaiserschnittkinder, so fand man heraus, haben weniger schützende Laktoabazillen und Bifidoabakterien. Weiterhin wird die Darmflora des Babys dadurch beeinflusst, ob es gestillt wird oder Säuglingsnahrung bekommt.

Gibt es auch schlankmachende Darmbakterien?

Tatsächlich ist es so, dass die Darmflora auch das Gewicht beeinflusst. Man vermutet nämlich, dass auch die Zusammensetzung der Darmflora einen Einfluss darauf haben könnte, ob ein Mensch schnell zunimmt oder eher nicht. Die Zusammensetzung unserer Darmbakterien hat Einfluss auf den Blutzuckerspiegel und somit auch auf das Gewicht.

Darm Bakterien Fazit

Wichtig ist immer, ausreichend buntes Obst, Gemüse und Vollkornprodukte zu verzehren. Und zwar bei jeder einzelnen Mahlzeit. Durch die darin enthalten Ballaststoffe werden die Darmbewohner, sprich die guten und gesunden Darmbakterien gleich mitversorgt und können dadurch die schlechten Darmbakterien in Schach halten. Sauermilchprodukte wie Kefir und Joghurt können diesen Vorgang unterstützen. Superfood Smoothies, die viel Obst, Kräuter ruind Gemüse enthalten, sind ebenfalls für einen gesunden Darm wichtig. Eine Darmreinigung kann eine Vorbereitung für eine Darmsanierungs Kur sein und hilft dabei, die Darmbakterien wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Besonders wichtig ist das bei Krankheiten oder nach einer Antibiotika Einnahme.


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Quellen

(1) infektionsschutz.de

(2) wikipedia.org/wiki/Gastroenteritis

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