Damit unser Darm und unser ganzer Körper gesund bleiben, ist es ganz wichtig, dass unsere Darmflora ihren gesunden Zustand beibehält. Das aber ist nicht immer möglich, denn die heutige Ernährung ist meistens so unausgewogen, dass der Darm und die Darmflora darunter leiden.

Was aber genau soll man sich eigentlich unter einer Darmsanierung vorstellen? Kann man einen Darm überhaupt sanieren? Ja, man kann. Es geht dabei darum, die Zusammensetzung unserer Darmflora in der Richtung zu beeinflussen, dass diese weiterhin die so wichtigen Aufgaben für unsere Gesundheit ausführen kann. Dabei geht es also zuerst um das Entgiften des Darms (1)und danach wird die Darmschleimhaut wieder aufgebaut und die darin vorkommenden Bakterien ins Gleichgewicht gebracht.

Im Zusammenhang mit der Darmsanierung stellen sich folgende Fragen: Was ist eine natürliche Darmsanierung? Wie sollte eine Darmsanierung nach Antibiotika Einnahme aussehen? Was gibt es für Darmsanierungs-Hausmittel? Wie läuft eine Darmsanierungs Kur ab?

Darmsanierung oder Darmreinigung?

Diese beiden Begriffe werden oftmals in einen Topf geworfen oder sogar verwechselt. In unserem Darm herrscht ein regelrechtes Mikro Ökosystem. All die dort lebenden Organismen stellen die Darmflora dar. Alle Menschen haben eine andere Darmflora und der Zustand ist stark abhängig von unsere Lebensweise und von einer ausgewogenen Ernährung. So kann es also passieren, dass dieses Öko System irgendwann mal Schaden nimmt. Da aber unser Darm ein wesentlicher Bestandteil unseres Immunsystems darstellt, kann es bei einer ungesunden Darmflora zu verschiedenen Problemen kommen.

Deswegen wird oftmals zu einer Darmreinigung geraten, bei der der Darm Mithilfe von Abführmitteln oder Einläufen komplett gereinigt wird. Ziel der Darmreinigung ist es, dass sich auch Kotreste, die sich im Laufe der Zeit im Darm absetzen, nach außen gelangen können. Die Darmreinigung erfolgt immer vor der eigentlichen Darmsanierung. Erst danach wird mit der Darmsanierung begonnen, was auf unterschiedliche Art und Weise geschehen kann.

Darmsanierung – Wie muss man dabei vorgehen?

Zuallererst steht bei einer Darmsanierung also immer die Darmreinigung. Danach soll das Milieu im Darm verbessert werden und zwar in der Regel durch die Gabe von Präbiotika. Dadurch wird die Darmflora sozusagen wieder aufgeforstet. Dafür nimmt man spezielle Produkte ein, die lebensfähige Bakterienkulturen enthalten. Es kann sich dabei zum Beispiel um Kapseln, Tropfen, Tabletten oder auch um Pulver handeln.

Darmsanierung Kur – Wie lange ist die ideale Dauer?

Wer keine Beschwerden hat und eine Darmsanierung nur prophylaktisch durchführen will, sollte sich mindestens 4 Wochen Zeit geben. Geht es hingegen um die Heilung von Krankheiten, die schon lange bestehen und sich über Jahrzehnte hinweg entwickelt haben, sind 4 Wochen für eine Darmsanierung nicht ausreichend. In dem Fall ist ein realistischer Zeitrahmen eher bei 6 – 12 Monaten. Außerdem richtet sich die Zeitspanne nach der körperlichen Verfassung. Im Zweifelsfall sollte hier der Arzt oder der Heilpraktiker befragt werden.

Darmreinigung mit Mikroorganismen und Probiotika

Bei Amazon, im Reformhaus, im Naturkostladen, in Drogerien und Apotheken gibt es die unterschiedlichsten Produkte für eine Darmsanierung. Im Regelfall handelt es sich dabei um Präbiotika, die aus mehreren Komponenten wie z.B. Flohsamenschalen, Vitaminen, Mineralstoffen, MSM und Milchsäurebakterien bestehen. Beispiele für eine Darmsanierung Kur sind die Bioproxy Darmsanierung und die Cellavita Darmsanierung.

Darm reinigen & Darmsanierung – Die 6 besten Hausmittel

Bei einer Darmsanierung geht es darum die gutartigen Bakterien, die im Darm verbleiben, zu vermehren. Denn dann können die „schlechten“ Bakterien keinen Schaden anrichten. Eine gesunde Darmflora sollte immer zu ca. 80% aus guten Bakterien bestehen, so dass die schlechten deutlich in der Minderheit sind. Dabei gibt es verschiedenen Hausmittel zur Darmsanierung, die unterstützend wirken können.

1. Naturjoghurt und Kefir

Mit diesen Milchprodukten kann die Darmflora wieder aufgebaut werden. Das liegt an den darin enthaltenen Milchsäurebakterien, die dafür sorgen, dass der ph-Wert im Darm niedrig bleibt. Ein niedriger ph-Wert bedeutet ein saures Umfeld, welches vor allem die guten Bakterien besonders gerne mögen. Dabei enthält Kefir weniger Laktose als Joghurt und zudem mehr der Bakterienstämme Lactobacillus und Bifidobacterium.

2. Brottrunk

Brottrunk ist ebenfalls geeignet, um die Darmflora wieder gesund aufzubauen. Es wird aus fermentiertem Natursauerteigbroten hergestellt und muss mehrere Monate lang gären. Erst dann bilden sich die darmfreundlichen Milchsäurebakterien, die für die Darmflora so wichtig sind. Nachteil: Brottrunk schmeckt für die meisten nicht besonders angenehm.

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3. Sauerkraut

Fermentiertes Sauerkraut ist ein perfektes Hausmittel zur Darmsanierung. Die Darmflora wird zum einen regelrecht aufgeräumt und dann wieder aufgebaut. Sauerkraut enthält ebenfalls die dafür so wichtigen Milchsäurebakterien. Allerdings muss es sich dabei um frisches, fermentiertes Sauerkaut handeln, welches es meistens im Bioladen zu kaufen gibt. Sauerkraut aus der Dose hat diese Wirkung leider nicht.

4. Flohsamen

Flohsamenschalen sind nicht nur zur Darmreinigung geeignet, sondern auch zur Darmsanierung. Sie putzen den Darm regelrecht durch, ganz nebenbei enthalten sie wichtige Ballaststoffe, die auch gegen Verstopfung helfen und die Darmsanierung unterstützen. Am Tag sollten für eine Sanierung des Darms ca. 10 Gramm in Wasser aufgelöst getrunken werden. Wichtig ist allerdings, dazu immer viel Wasser zu trinken, um sowohl die Samen als auch die Schadstoffe, die sich im Darm gesammelt haben, wieder zu lösen. Ganz ähnlich verhält es sich übrigens mit Leinsamen und mit Chiasamen.

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5. Bitterstoffe

Weil Bitterstoffe, wie der Name es schon sagt, bitter sind, essen wir Menschen viel zu wenig davon. Sie stecken zum Beispiel in Artischocken, Radicchio, Grapefruit oder Ingwer und haben eine antibakterielle Wirkung. Außerdem lindern sie Übelkeit und bringen die Darmflora wieder auf Trab. Die Verdauung wird durch die Bitterstoffe angeregt, damit die Giftstoffe möglichst schnell wieder nach draußen befördert werden.

6. Anorganischer Schwefel zur Darmsanierung

Einige Heilpraktiker empfehlen zur natürlichen Darmsanierung anorganischen Schwefel. Davon sollten täglich 3 mal ein Teelöffel zur Mahlzeit eingenommen werden und zwar so lange, bis der Körper entgiftet ist, was man daran merkt, dass der stark schwefelige Geruch verschwindet. Vor allem der bekannte Rohkost Arzt Dr. Probst empfehlt diese Art der Darmsanierung.

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Darm Sanierung – Fazit

Vor allem nach einer Antibiotika Einnahme kann es sinnvoll sein, eine Darmsanierung durchzuführen. Aber auch dann, wenn immer wieder gesundheitliche Problem auftreten und der Verdacht besteht, dass der Darm und die Darmflora im Ungleichgewicht sein könnten, kann eine Darmsanierung (2) hilfreich sein. Zuallererst wird in jedem Fall eine Darmreinigung durchgeführt, was zuhause, aber auch in einer Kurklinik erfolgen kann. Erst danach wird das Milieu im Darm nach und nach wieder aufgebaut, indem man dafür sorgt, dass die guten und wichtigen Darmbakterien in ausreichender Menge vorhanden sind und die schädlichen Bakterien in Schach halten. Sinnvoll ist es aber immer, nach einer Darmsanierung eine Ernährungsumstellung in Betracht zu ziehen. Eine ausgewogene Ernährung sorgt nämlich am ehesten für eine gesunde Darmflora und ein gutes Imunsystem. Sie beugt zudem einer eventuellen Übersäuerung effektiv vor.


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Quellen

(1) infektionsschutz.de

(2) wikipedia.org/wiki/Gastroenteritis

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