Wenn wir erkältet sind, möchten wir am liebsten nur mit einem heißen Kakao ins Bett. Die besten altbewährten Hausmittel gegen einen grippalen Infekt und nützliche Tipps für die Erkältungszeit kannst du in diesem Artikel nachlesen!

Erkältung oder grippaler Infekt

Eine Erkältung, auch grippaler Infekt genannt, hat nichts mit der echten Grippe zu tun und verläuft auch meist nicht gefährlich. Was nicht heißen soll, dass Erkältungsbeschwerden mit verstopfter Nase, Halsschmerzen und Husten dennoch lästig sind. Wir fühlen uns krank, sind schlapp und der Alltag ist eingeschränkt. Auch wenn die Erkältung meist nach ein bis zwei Wochen abgeklungen ist, kommt es uns sehr entgegen, wenn wir etwas unternehmen können, um die lästigen Alltagsbeschwerer loszuwerden.

Medikamente sind während einer Erkältung nicht zwingend notwendig. Bestimmte Mittel können jedoch die Beschwerden wie Halsschmerzen lindern und dafür sorgen, dass wir uns einige Stunde ausruhen können. Eine Behandlung mit Antibiotika ist bei einer Erkältung nicht notwendig. Erst wenn eine bakterielle Infektion auftritt, ist die Behandlung mit Antibiotika von Nöten.

Symptome einer Erkältung

Eine Erkältung ist meist eine Infektion der oberen Atemwege. Typtische Symptome sind daher Halsschmerzen, Husten, Niesen und eine laufende Nase. Eher seltener kommt zu einem grippalen Effekt auch Fieber sowie Gliederschmerzen hinzu. Häufig fühlt sich der Betroffene schlapp und kraftlos. Die Beschwerden einer Erkältung kommen meist schleichend, halten länger an und klingen unterschiedlich schnell wieder ab. Daran wird der größte Unterschied zu einer Grippe festgestellt. Bei einer echten Grippe treten Beschwerden meist sehr plötzlich und sehr stark auf.

Wie häufig tritt eine Erkältung auf?

Bei Babys und Kleinkindern entwickelt sich das Immunsystem stetig mit den Lebensmonaten. Da diese noch sehr anfällig sind, ist es normal, dass Kleinkinder sechs bis zehn Mal im Jahr an einer Erkältung leiden. Insbesondere bei Kontakt mit anderen Kindern, z. B. in der Tagesbetreuung, stecken sich diese sehr schnell an.

Bei Erwachsenen kommt durchschnittlich zwei bis vier Mal im Jahr ein grippaler Infekt auf.

Der Verlauf eines grippalen Infekts

Den Beginn einer Erkältung können viele Betroffene meist nicht identifizieren. Schleichend werden einzelne Symptome wahrgenommen. Häufig beginnt eine Erkältung mit einem Kratzen im Hals oder Halsschmerzen. Auch häufiges Niesen und eine verschnupfte Nase deuten darauf hin, dass eine Erkältung in Sicht ist. Das „Krankheitsgefühl“ wird allmählich wahrgenommen. Schlappheit und Lustlosigkeit können den Alltag nun beschwerlich machen. Dies hält meist eine Woche an. Dann sollte das Schlimmste überstanden sein. Husten kann jedoch hartnäckig sein und noch weitere zwei Wochen anhalten. Insbesondere Kleinkinder verschleppen sehr häufig einen Husten und leiden nach einer Erkältung noch länger an dem Husten, bis sich dieser löst.

Mögliche Folgen einer Erkältung

Im Normalfall verläuft eine Erkältung harmlos und hinterlässt keine Folgen. Nichtsdestotrotz ist es möglich, dass in den schon befallenen Atemwegen zu den Viren noch eine bakterielle Infektion hinzukommt. Die Bakterien tragen dann meist Schuld daran, dass stärkere Beschwerden auftreten. Angeschwollene Nasennebenhöhlen, eine Entzündung des Kehlkopfes und Heiserkeit folgen. Auch die Ohren können befallen werden, sodass eine Mittelohrentzündung entsteht. Die Bakterien können ebenso den Hals befallen und eine Mandelentzündung auslösen. Eine Lungenentzündung ist bei einer Entzündung der oberen Atemwege eher unwahrscheinlich, dennoch möglich.

Wichtig ist, dass du einen Arzt aufsuchst, wenn sich die Beschwerden verstärken, erhöhtes Fieber, Schmerzen in der Brust oder Luftnot auftreten.

Wie kann man eine Erkältung vorbeugen?

Auch wenn einige Maßnahmen positiv dazu beitragen, eine Erkältung abzuweisen, muss man im Hinterkopf behalten, dass die Erkältungsviren immer anders sind. Die verschiedenen Arten von Erkältungsviren müssen daher immer wieder neu von unserem Immunsystem bekämpft werden. Auch eine Impfung gegen eine Erkältung kann da oftmals nicht den notwendigen Schutz bieten. Daher passiert es sehr häufig, dass wir uns gerade von einer Erkältung erholen und zwei Wochen später erneut erkältet sind.

Die effektivste Maßnahme sich vor einer Erkältung zu schützen, ist die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Da sich Erkältungsviren über Tröpfchen verbreiten, sollten im besten Fall keine Oberflächen angefasst werden, die durch Niesen oder Husten befallen werden können. Dies sind insbesondere Computer-Tastaturen, Türgriffe oder Haltegriffe in öffentlichen Einrichtungen oder auch im Bus. Unbewusst und sehr schnell fassen wir befallene Oberflächen an und berühren im Anschluss unser Gesicht. Durch Mund und Nase gelangen die Erkältungsviren äußerst schnell in unsere Atemwege.

Hier einige Tipps, um die Ansteckungsgefahr zu vermeiden bzw. wie du eine Erkältung vorbeugen kannst:

  • Wasche dir regelmäßig die Hände mit Seife, um Erkältungsviren, die auf deiner Hand sind, abzuweisen.
  • Nutze immer ein eigenes Glas oder eigene Tasse zum Trinken.
  • Verwende nur Einwegtaschentücher und selbstverständlich auch keine gebrauchten. Nach der Benutzung sollten diese sofort entsorgt werden, damit keine Viren auf andere Oberflächen gelangen.
  • Sobald eine „Erkältungswelle“ in Sicht ist, kannst du deinen Körper mit Vitamin C und Echinacea versorgen. Bereits einige Wochen vor der Erkältungssaison kannst du damit beginnen. Die Wirkung ist jedoch nur begrenzt.
  • Vermeide öffentliche Einrichtungen so gut es geht, in denen es nur so von Erkältungsviren „wimmelt“ (z. B. Wartezimmer). So kannst du eine Erkältung vorbeugen.

Behandlung eines grippalen Infekts

Wie schon erwähnt gibt es eine Vielzahl von Erkältungsviren. Eine gezielte Behandlung ist daher heute immer noch nicht möglich, da der Verursacher der Erkältung immer anders beschaffen ist. Nichtsdestotrotz gibt es Medikamente, die die Beschwerden lindern können. Kurzzeitig kommen beispielsweise Nasenspray und Schmerzmittel wie Paracetamol und Iboprofen zum Einsatz. Auch Erkältungsmittel wie Aspirin oder Bronchipret können bei einer Influenza genutzt werden. Linderung bei Halsschmerzen, Husten und Schnupfen können unter anderem auch altbewährte Hausmittel bringen.

Nicht zu verwechseln ist die Behandlung einer Erkältung mit der einer Grippe. Eine Grippe wird durch Bakterien ausgelöst und daher mit einem Antibiotikum behandelt. Bei einem viralen Infekt ist die Behandlung mit Antibiotikum nicht effektiv und daher nicht ratsam.

Erkältung Hausmittel – was tun bei Erkältung?

Obwohl diese nicht wissenschaftlich belegt sind, werden auch heute noch altbewährte Mittel gegen Erkältung angewendet. Wir fühlen uns dabei einfach wohler und die Beschwerden werden etwas gemildert. Wenn du Interesse an Hausmittel für Erkältung hast, kannst du hier einige Methoden nachlesen:

  • Heiße Milch mit Honig gegen den Reizhusten: Wenn du Milch und Honig magst, ist dieses Getränk nicht nur köstlich, sondern mildert deinen Reizhusten effektiv. Erwärme hierfür einfach eine Portion Milch und füge einen Esslöffel Honig hinzu.
  • Viel trinken: Insbesondere Wasser und Kräutertees mit Ingwer, Salbei und Zitrone befeuchten die Schleimhäute und gleichen den Flüssigkeitsverlust durch Fieber aus. Außerdem kann festsitzendes Sekret in den Atemwegen verflüssigt werden.
  • Dampfinhalationen: Diese wirken sehr entspannend, befreien die Atemwege und sind schleimlösend. Nehme hierfür einfach eine große Schüssel und fülle diese mit dampfend heißem Wasser. Optional kannst du ein ätherisches Öl hinzufügen. Das verbreitet ein angenehmes Aroma und eignet sich insbesondere bei Schnupfen und Husten. Achtung: Babys und Kleinkinder sollten niemals mit ätherischen Ölen inhalieren. Außerdem eignet sich ein Inhalationsgerät aus der Apotheke besser für Kinder, um die Verbrennungsgefahr zu vermeiden. Lasse das heiße Gefäß außerdem nie unbeaufsichtigt stehen.
  • Vollbäder: Die Abwehrkräfte werden bei einem Bad unterstützt und bekräftigt. Außerdem tun aufsteigende Dämpfe den Atemwegen sehr gut und befeuchten diese. Um deinen Kreislauf nicht zusätzlich zu belasten, solltest du Vollbäder bei Fieber vermeiden.
  • Wickel und Umschläge: Um Brennen und Schmerzen in der Brust zu lindern, haben sich heiße Umschläge als sehr wohltuend erwiesen. Hierfür nimmt du ein Handtuch oder Baumwolllaken und zerdrückst zwei bis drei heiße Kartoffeln darauf. Packe das Tuch wie ein Packet ein und lege es auf die Brust. Die Wärme ist sehr wohltuend. Achte darauf, dass du deinen Körper nach der Behandlung warm hältst.
  • Scharfe Speisen gegen Schnupfen: Chili soll den fröstelnden Körper von innen heizen. Außerdem fördern scharfe Gewürze die Durchblutung der Atemwege. Auch die Nase soll befreit werden, da scharfe Speisen schleimlösende Effekte haben.
  • Hühnersuppe als Erkältungsmittel: Auch ein Klassiker der Erkältung Hausmittel. Der in der Hühnersuppe enthaltene Eiweißstoff Cystein soll entzündungshemmend wirken. Außerdem sollen die Schleimhäute davon abschwellen. Weiterhin liefert die leckere Suppe die Vitamine A und E.

Wie lange dauert eine Erkältung?

Jemand sagte einmal: „Die Erkältung kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage“. An dieser Weisheit ist was wahres dran – denn Erkältungen kommen schleichend und gehen auch wieder unbemerkt. Im Normalfall können Betroffene mit einer Woche bis 10 Tage rechnen, an denen die Erkältungssymptome anhalten.

Kommt zu einem grippalen Infekt eine Sekundärinfektion mit Bakterien hinzu, kann sich die Dauer einer Erkältung verlängern. Die Bakterien können deinen Rachen, die Mandeln, Nebenhöhlen oder die Lunge entzünden.

Grippaler Infekt Verlauf

Die Infektionskrankheit kann jedes Mal unterschiedliche Erreger haben. Daher ist eine pauschale Aussage über den Verlauf der Influenza sowie die Dauer des grippalen Infekts nicht möglich.

Fakt ist, dass ein grippaler Infekt Verlauf oder die Dauer durch bestimmte Faktoren beeinflusst werden kann. Wenn du dich beispielsweise nicht ausreichend schonst oder weiterhin Sport treibst, verlängert sich die Dauer, und die Intensität der Beschwerden kann sich verstärken. Du musst dir vorstellen, dass in deinem Körper Viren sind. Dein Immunsystem ist vollauf damit beschäftigt, Antikörper herzustellen, um die Viren zu bekämpfen. Das ist eine Ausnahmesituation für den Körper und stellt eine enorme Belastung dar. Wie der Verlauf deiner Erkältung ist, kannst du daher ein Stück weit selber beeinflussen.

Generell bemerken Betroffene meist in den ersten Schritten der Erkältung ein Halskratzen, Halsschmerzen oder auch häufiges Niesen. Häufig folgen Husten, Schnupfen und allgemeines Unwohlsein. Seltener können Fieber und Gliederschmerzen hinzukommen. Die Beschwerden klingen nacheinander ab. Erfahrungsgemäß sitzt der Husten am längsten fest und muss noch über die Erkältung hinaus abgehustet werden.

Erkältung im Sommer

Eine Erkältung im Sommer, die sogenannte Sommergrippe, entsteht ähnlich wie im Winter durch Erkältungsviren. Dabei handelt es sich um Viren, die im Sommer häufig vorkommen und verbreitet sind. Häufig entsteht eine Erkältung im Sommer auch durch das Austrocknen der Schleimhäute: Eine Erkältung durch Klimaanlage oder durch Sitzen in der Zugluft bei geöffneten Autofenstern schadet der Schutzschicht der Schleimhäute. Wenn diese wegfällt, sind die Atemwege sehr anfällig für Viren. Eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr oder zu lange Sonnenbäder sollen sich auch zugunsten einer Erkältung auswirken. Eine Erkältung durch Klimaanlage entsteht also auch durch Erkältungsviren. Wir schaden unserer Schleimhaut durch unseren Lebensstil und begünstigen daher, dass ein grippaler Infekt Sommer auftritt.

Gerade bei warmen Temperaturen ist die Behandlung einer Erkältung nicht sehr angenehm. Wärmewickel und heißer Tee helfen zwar bei einer Influenza, werden bei einer Erkältung im Sommer aber eher nicht angewendet. Gönne deinem Körper auch jetzt Ruhe. Vermeide Sport. Mäßige Spaziergänge an der frischen Luft sind wiederum erlaubt und fördern den Heilungsprozess. Wie auch im Winter ist eine vitaminreiche Ernährung sehr wichtig. Gerade die Vitamine C, Zink und Magnesium helfen deinem Körper optimal, die Viren loszuwerden und das Immunsystem zu stärken. Zur Beruhigung der Schleimhäute sind Salzlösungen und die sogenannte „Nasendusche“ (Salzspülung der Nase) sehr vorteilhaft. Um dich zusätzlich zu schonen, solltest du zu viel Sonnenlicht vermeiden. Viel trinken ist sehr wichtig. Achte darauf, dass deine Getränke nicht eiskalt sind.

Grippaler Infekt Schwangerschaft – Erkältung Baby

Es wird dir wahrscheinlich das Herz brechen, wenn dein Baby das erste Mal erkältet ist. Husten, Schnupfen, eine erhöhte Temperatur und Weinerlichkeit prägen dann den Tag. Babys entwickeln in den ersten Lebensmonaten ihr Immunsystem. Da dieses zu Beginn noch sehr schwach ist, sind Säuglinge und Kleinkinder sehr anfällig für Viren und Bakterien. Es ist daher normal, dass Kleinkinder bis zu zehn Mal im Jahr erkältet sind. Hinzu kommen die typischen Kinderkrankheiten. Als Mama oder Papa solltest du unbedingt darauf achten, dass die Luftfeuchtigkeit im Kinderzimmer gegeben ist. Um den Schleimhäuten mehr Feuchtigkeit zu geben, kannst du die frische Wäsche im Kinderzimmer aufhängen oder ein Gefäß mit Wasser auf die Heizung stellen. Achte insbesondere darauf, dass dein Baby vermehrt trinkt, wenn es hustet oder erkältet ist. Da dein Baby sich nicht selber die Nase putzen kannst, solltest du Nasentropfen oder eine Salzlösung verwenden, um dem Kleinen das Atmen zu erleichtern. Gönne deinem Baby Ruhe. Das ist wichtig für den Heilungsprozess. Vermeide außerdem öffentliche Einrichtungen, die die Ansteckungsgefahr erhöhen.

Tabu sind bei dem Thema „Erkältung Baby“ Erkältung Medikamente oder Erkältungsmittel, die ohne vorherige Rücksprache mit dem Arzt vergeben werden.

Wenn du in der Schwangerschaft erkältet bist, kannst du die Grippe Symptome durchaus mit Hausmitteln lindern. Als Schwangere solltest du Erkältungsmittel immer mit großer Vorsicht und nur nach Absprache mit deinem Arzt oder deiner Hebamme einnehmen.


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