Der auch als Wunderbaum bezeichnete riesige Ginkgo Baum aus Asien ist bekannt für seine Heilwirkungen für unterschiedliche Beschwerden. Mit seinen gefächerten, eingekerbten grünen Blättern gehört dieser Baum zu den ältesten unserer Erde. Über 300 Millionen Jahre soll er alt sein.

In Asien wird er außerdem als Baum der Hoffnung, der Unbesiegbarkeit oder als Baum für ein langes Leben verehrt. Auch bei uns, in der westlichen Zivilisation, ist die Heilkraft der Ginkgo Blätter mittlerweile angekommen und hat vielen Menschen helfen können.

Vielleicht hast Du auch schon von einigen Präparaten mit dem Ginkgo Extrakt gehört? Bei uns wird Ginkgo vor allem bei Durchblutungsbeschwerden, bei Demenzerkrankungen und als Radikalfänger eingesetzt.

Doch die Möglichkeiten des Ginkgo Biloba Baumes sind weitaus umfangreicher. Welche Einsatzmöglichkeiten mit positiven Wirkungen und eventuelle Nebenwirkungen möglich sind, möchte ich Dir hier gerne aufzeigen.

Die Einsatzmöglichkeiten und die Wirkungsweise

Bei der Wahl eines wirklich guten Ginkgo Biloba Produktes, mit all seinen positiven Auswirkungen solltest Du unbedingt darauf achten, dass diese Produkte dem europäischen und bestenfalls dem deutschen Standard entsprechen.

Es sind folgende 2 Handelsmarken eingetragen: EGb 761® (Tebonin®) und LI 1370® (Kaveri®).

Dies ist deshalb so wichtig, da die Wirkstoffe der Ginkgo Blätter nur schwer wasserlöslich und deshalb nicht verwertbar für den Organismus sind.

Diese Produkte sind aufbereitete Extrakte und für den Organismus leichter verwertbar. Im unverarbeiteten Zustand können unerwünschte Nebenwirkungen entstehen (1).

Gut zu wissen ist, dass sogar die Krankenkassen, zur Behandlung von Demenz, Produkte aus Ginkgo-Biloba-Blätter-Extrakt, bis zu einer Tagesdosis von 240 mg Ginkgo Extrakt bezahlen (2).

Denn Produkte aus Ginkgo die lediglich als Tee oder als Tinkturen aus der frischen Pflanze angeboten werden, können mitunter ein zu hohes Konzentrat Ginkgolsäure enthalten. Um die notwendige und richtige Wirkstoffkonzentration zu erhalten ist es am besten auf Produkte aus Europa oder Deutschland mit oben angegebener Bezeichnung zu achten.

Die Haupt Wirkungsweise der Ginkgoblätter liegt an deren besonderen Inhaltsstoffen, dies sind unter anderem:

  • verschiedene Terpenlactone (1)
  • Ginkgolide A (GKA), wirkt angstlösend (3)
  • Ginkgolide B (GKB), wirkt gegen Migräne und Entzündungshemmend (4)
  • Ginkgolide C (GKC), wirkt ähnlich wie GKA und GKB nur in abgeschwächter Form
  • Bilbolaid (Bb), wirkt neuroregenerativ und ist ein hohes Antioxidant mit zellschützender Wirkungsweise (5
  • Flavonoide, wirkt neuroregenerativ, fördert die Durchblutung und ist wirksam gegen freie Radikale (5,6,7)
  • Kaempferol (5,6,7)
  • Isorhamnetin (5,6,7)

Die Wirkungsweise der Ginkgo Inhaltsstoffe

Zusammengefasst kann über die Wirkungsweise und Vorteile von Ginkgo Biloba folgendes ausgesagt werden:

  • fördert die Durchblutung
  • verbesserte Fließeigenschaft des Blutes
  • wirkt gegen freie Radikale
  • wirkt entzündungshemmend
  • wirkt gegen oxidativen Stress
  • wirkt schützend auf Gehirn und Nerven
  • steigert die Leistungsfähigkeit der Zellen und Mitochondrien

Die Einsatzmöglichkeiten

Überwiegend werden Ginkgo Biloba Produkte sehr erfolgreich bei Patienten mit Demenz und Alzheimer eingesetzt. Da es weltweit immer mehr Erkrankungen dieser Art gibt, ist eine frühzeitige Einnahme durchaus empfehlenswert.

Es wirkt stimulierend und regt die Zellen, vor allem die Mitochondrien, zur Regeneration und Aktivierung an.

Der zweite Haupteinsatzbereich sind Schlaganfall Patienten. Durch die besonders durchblutungsfördernden und neuroregenerativen Eigenschaften ist Biloba ein sehr gutes und direkt einsetzbares Naturheilmittel. (8)

Nachweislich werden die Fließeigenschaften des Blutes und somit auch die Durchblutung minder durchbluteter Regionen verbessert.

Dies sind jedoch nicht die einzigen Einsatzmöglichkeiten:

  • Alzheimer Demenz sei hier noch einmal erwähnt. Die durchblutungsfördernden Eigenschaften von Biloba kommen hier direkt zum Einsatz. Durch eine verbesserte Versorgung der Neurotransmitter mit Sauerstoff kann der Demenz effektiv Einhalt geboten werden.
  • Tinitus, Hörsturz: Hierbei wirkt ebenfalls die verbesserte Durchblutung in Unterstützung mit einer herkömmlichen Therapie.
  • Asthma: Ginkgo Biloba wirkt entzündungshemmend, vermindert die Schleimproduktion und kann somit für eine verbesserte, leichtere Atmung sorgen. Es vermindert auch das entstehen von Bronchialen Spasmen.
  • Potenzstörungen: Wieder ist hier die durchblutungsfördernde Eigenschaft von Ginkgo Biloba wegweisend. So können durch eine bessere Durchblutung die eventuell abgeklemmten Arterien besser versorgt werden, um eine ausreichende Durchblutung der Schwellkörper zu gewährleisten.
  • generelle Durchblutungsstörungen
  • Kopfschmerzen, Migräne: Hier ist wieder die durchblutungsfördernde Eigenschaft von Ginkgo Biloba der Hauptwirkstoff.
  • Konzentrations und Gedächtnisstörungen
  • Depressionen: Begleitend zu einer Therapie mit Antidepressiva ist eine Einnahme mit Ginkgo Biloba zu empfehlen. Vor allem durch die Wirkung von Flavonoiden und den neuroregenrativen Eigenschaften der Wirkstoffe, wird eine Behandlung positiv unterstützt.
  • Gleichgewichtsprobleme, Schwindel: Da Schwindel sehr häufig auf verminderte Durchblutung im Gehirn oder auch besonders niedrigen Blutdruck zurückzuführen ist, kann Ginkgo Biloba hier wieder gezielt ansetzen. Durch die Verbesserung der allgemeinen Durchblutung sind Gehirn und Gleichgewichtsorgane wieder voll einsatzfähig.

Welche Dosierungen sind am sinnvollsten?

Die Dosierung der Ginkgo Biloba Extrakte ist relativ einfach. Die empfohlene Tagesdosis liegt zwischen 120 – 160 mg. Bei Demenzerkrankungen kann langsam bis zu 240 mg pro Tagesdosis gesteigert werden.

Wichtig ist eine Einnahme auf mindestens 2 – 3 Einzeldosen auf den Tag verteilt. Dazu sollte beachtet werden, dass ein natürlich eingesetztes Medikament eine gewisse Zeit bis zur vollen Entfaltung seiner Wirkungsweise benötigt.

Eine Einnahme über einen Zeitraum von mindestens 6-8 Wochen ist hier sehr empfehlenswert.

Die Ginkgo Biloba Extrakte gibt es in verschiedenen Darreichungsformen, vor allem als Kapseln, Tabletten, Dragees, Säfte oder auch als Tropfen und Tinkturen.

Eine Überdosierung sollte mit kontrollierten Standardprodukten nicht möglich sein. Bitte achte immer darauf zugelassene Produkte mit Ginkgo Extrakten zu verwenden. So sollte eine ganz leichte, einfache Dosierung und Einnahme somit gewährleistet sein.

Mögliche Nebenwirkungen

Wie oben bereits erwähnt gibt es tatsächlich Nebenwirkungen des Ginkgo Biloba Wirkstoffes. Benutzt Du standardisierte und regelmäßig kontrollierte Produkte so sind Nebenwirkungen jedoch sehr selten.

Diese können sich aber in Form von Bauchschmerzen, Übelkeit, Magenschmerzen und Schwindelanfällen äußern.

Eine schwerwiegende Nebenwirkung kann das Ginkgotoxin auslösen, welches sich in Krampfanfällen bis zum Atemstillstand äußert. Dies kommt natürlich nicht bei kontrollierten Produkten vor, jedoch ist es bei Kindern, die Ginkgo Samen gegessen haben, aufgetreten. Auch wenn dies eine sehr unwahrscheinliche Möglichkeit einer Nebenwirkung ist, wollte ich sie nicht unerwähnt lassen.

Da es keine Studien mit schwangeren Frauen gibt, sollte man es während dieser Zeit besser nicht einnehmen.

Mein Fazit zu Ginkgo Biloba

Es ist wichtig kontrollierte Produkte, möglichst dem europäischem Standard entsprechend zu verwenden.

Bekommst du es von deinem arzt verschrieben, so brauchst du dir keine Sorgen machen. Nutze es mit bedacht, nicht ohne Deinen Arzt hinzuziehen.

Denn wenn es auch kaum Nebenwirkungen gibt, so hat Ginkgo doch einen recht großen Einfluß auf Dein Blut, die Durchblutung und damit auf viele kleine Bereiche Deines ganzen Organismus.

Im Falle einer Demenz oder eines Schlaganfalls hat es sich schon sehr oft bewährt und ist auch vielfach mit Studien belegt worden.

Ein sehr sinnvolles Naturheilmittel, welches intelligent eingesetzt werden sollte und mit Sicherheit bei bestimmten Krankheiten und Beschwerden große Unterstützung leistet.

Ein Segen für Menschen mit Demenz oder den Folgen eines Schlaganfalls.

Über den Autor:

Dies ist ein Gastbeitrag von Tobias, Biohacker und Selbstoptimierer. Er ist Autor und Blogger auf www.brainperform.de. In seinen Artikeln gibt er seinen Erfahrungsschatz aus jahrelangem Biohacking weiter, welcher sich auf eine gesunde Ernährung, mehr mentalen Fokus und einem besseren Schlaf bezieht. Mehr über Tobias findest du auf seiner Website https://www.brainperform.de.


Quellen & Studien:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23703577
https://www.g-ba.de/downloads/39-261-1313/2011-04-14_AM-RL-OTC_Ginkgo_BAnz.pdf
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14575433
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23695070
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24838256
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24211276
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21334424
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16235335