Ein volles Haar gilt bei Männer und Frauen als eines der wichtigsten Schönheitsmerkmale überhaupt, aber nicht an jeder Stelle. Haare auf dem Kopf sind top, Haare unter den Armen, an den Beinen oder am Intimbereich aber nicht. Noch viel weniger gefragt sind rote Stellen, Pickel nach der Rasur oder eingewachsene Haare, die sich zum Ende noch entzünden. Deshalb wird die Haarentfernung mit Wachs immer beliebter. Antworten auf die Fragen, was es dabei zu beachten gibt, welche Vorteile das Waxing gegenüber der Rasur hat und ob die Schmerzen wirklich immer so schlimm sind, gibt es hier.

Waxing – ist das nicht unheimlich schmerzhaft?

Die wohl meistgestellte Frage soll zuerst beantwortet werden. Es ist wahr! Die Enthaarung mit Wachs ist durchaus schmerzhaft. Aber, und das ist die gute Nachricht, die Schmerzen lassen nach den ersten drei bis vier Behandlungen deutlich nach. Das liegt ganz einfach daran, dass das Schmerzempfinden immer weniger wird, weil sich der Körper daran gewöhnt. Das ist sowohl beim eigenhändigen Waxing als auch beim Waxing im Schönheitssalon der Fall. Außerdem werden die Haare immer feiner, wodurch der Vorgang immer weniger Reiz verursacht. Ein Grund, warum man die Haarentfernung mit Wachs zumindest einmal ausprobieren kann, ist, dass jeder ein unterschiedliches Schmerzempfinden hat und es gut sein kann, dass man es gar nicht so schlimm findet. Übrigens verbindet sich das Wachs nur mit den Haaren und nicht mit der Haut. Man muss nicht also keine Gedanken darüber machen, dass die Haut einen Schaden nimmt. Im Gegenteil, dass Waxing ist sogar deutlich schonender für die Haut.

Die Vorzüge bei der Haarentfernung mit Wachs

Um die Vorteile vom Waxing zu nennen, ist es gut zu wissen, was der entscheidende Unterschied zum Rasieren ist. Beim Rasieren werden die Haare an der Hautoberfläche abgeschnitten, was als Depilation bezeichnet wird. Bei der Epilation, worunter auch das Waxing fällt, werden die Haare mit der Wurzel ausgerissen. Das macht zum einen den Vorgang deutlich schneller und zum anderen dauert es viel länger, bis die ersten Haare wieder nachwachsen. In der Regel reicht es auch bei starkem Haarwuchs aus, einmal pro Monat die Haarentfernung mit Wachs durchzuführen. Des Weiteren ist die Epilation gründlicher, da dicke als auch ganz dünne Haare aus der Haut herausgezogen werden. Bei einigen Körperstellen ist der Vorgang, dank der Größe und jeweiligen des Wachsstreifens, schnell gemacht. Die Wachsstreifen sind für Arme, Beine oder dem Intimbereich jeweils passend zugeschnitten. Neben der Zeit, bis die Haare wieder nachwachsen, ist der wohl größte Vorteil, dass man nur einmal über eine Stelle gehen muss und dennoch alle Haare entfernt sind. Das ist vor allem für Personen mit sensibler Haut von Vorteil, welche sonst nach der Rasur mit Pickel, trockener Haut und Rötungen zu kämpfen haben.

Welches Wachs eignet sich für das Waxing?

Für die Haarentfernung mit Wachs eignen sich verschiedene Arten von Wachs. Zuerst gilt es aber die Frage zu klären, ob das Wachs heiß oder kalt sein soll. Das Brazilian Waxing, also die Anwendung von heißem Wachs oder die Verwendung von Kaltwachsstreifen. Letzteres geht etwas schneller vonstatten, da das Wachs, bzw. die Streifen nur auf Körpertemperatur erwärmt werden müssen. Beim Waxing mit heißem Wachs kommen kleine Wachskügelchen zum Einsatz, die zuerst im heißen Wasserbad oder in der Mikrowelle erhitzen werden müssen. Mögliche Alternativen zu den Wachskügelchen sind Zuckerpaste oder Honig. Im Prinzip eignet sich jede Art von Wachs, wichtig ist aber, dass es hautverträglich, weich und ausreichend klebrig ist, um an den Follikelbereich der einzelnen Haare zu gelangen und fest zu umschließen.

Das gibt es beim Waxing zu beachten

Das Abziehen der Wachsstreifen sowie der Umgang mit heißem Wachs erfordert etwas Übung. Allgemein wird empfohlen, das erste Mal das Waxing nicht eigenhändig zu versuchen, sondern ein Kosmetikstudio zu besuchen. Dann muss man nicht selbst abziehen und kann genau zusehen, wie die Haarentfernung mit Wachs gemacht wird. Nach der Haarentfernung müssen alle Wachsreste gründlich von der Haut abgewaschen werden, sonst drohen die Poren zu verstopfen, was dann zu eingewachsene Haaren und Entzündungen führen kann. Die Wachsstreifen lassen sich nicht an jeder Körperstelle optimal anbringen. Vor allem an unzugänglichen Haarstellen werden deshalb Haare nur teilweise entfernt. Allgemein sollten Haarentfernung mit Wachs nicht durchgeführt werden, falls diese Hautstellen gereizt sind. Damit sind trockene Haut, Sonnenbrand als auch Krampfadern gemeint.

Kosmetikstudio oder selber machen – was lohnt sich mehr?

Die ideale Haarlänge für das Waxing liegt zwischen fünf und sechs Millimeter, längere Härchen sollten zuvor mit einer geeigneten Schere gekürzt werden. Dann liegt es nur noch an einem selbst, ob man in der Lage ist, den Streifen auch schnell genug abzuziehen. Ist das nicht der Fall, bleiben immer wieder Haare übrig oder starke Schmerzen und Hautirritationen entstehen. Dann empfiehlt sich eher ein Besuch im Kosmetikstudio. Von den Kosten her lohnt sich das Waxing in Eigenregie natürlich deutlich mehr. Für die Beinhaarentfernung mit Wachs zahlt man im Kosmetikstudio im Schnitt 200 Euro. Der Preis für einen ganzen Tiegel Wachs liegt im Super- oder Drogeriemarkt bei rund 10 Euro, womit ebenfalls beide Beine gründlich gewachst werden können. Allerdings geht es mehr das Wohlbefinden, das Ergebnis und des Könnens, denn im Kosmetikstudio wird das Waxing durch geschulte Hände ausgeführt.