Haare und Frisur sind für viele Menschen ein Ausdruck der Persönlichkeit. Umso schmerzlicher ist es für Betroffene, wenn es zum Haarverlust kommt. Häufig sind nicht nur Männer, sondern auch Frauen von Haarausfall betroffen. Für Frauen ist dies meist noch belastender als für Männer. Jede Person verliert etwa 100 Haare pro Tag, das ist ein ganz natürlicher Vorgang. Auch beim Waschen der Haare kann es zum Ausfall von bis zu 300 Haaren kommen. Dies ist nicht ungewöhnlich, fallen jedoch mehr Haare aus, spricht man von vermehrtem Haarausfall. Die Ursachen für Haarausfall können unter anderem Hormonschwankungen sein. Die Hormone spielen bei Frauen vor allem in den Wechseljahren, während der Pubertät und der Schwangerschaft verrückt. Auch bei diversen Erkrankungen oder Störungen des Immunsystems kann es zu Haarausfall kommen. Eine falsche Ernährungsweise mit zu wenig Vitaminen und Mineralstoffen kann oftmals als Ursache ausgemacht werden. Dazu kommt Haarausfall der genetisch bedingt ist. Es gibt jedoch eine gute Nachricht: Haarausfall bei Frauen kann behandelt werden! Eine professionelle Haartransplantation für Frauen soll die Haarpracht zurückbringen.

Wann ist eine Haartransplantation für Frauen sinnvoll?

In erster Linie ist es wichtig, die Ursache für den Haarausfall ausfindig zu machen. Eine ärztliche Begutachtung mit verschiedenen Tests sollte hier Klarheit schaffen. Sind die Ursachen des Haarausfalls hormonell oder erblich bedingt, lohnt es sich über eine Haartransplantation nachzudenken. Auch zur Korrektur bzw. zum Überdecken von Narben, die von den Betroffenen als kosmetisch störend empfunden werden, ist eine Haartransplantation geeignet. Haarlose Bereiche, die zum Beispiel durch Unfälle oder Verbrennungen entstanden sind, können so verdeckt werden. Manche Frauen leiden auch unter einem zu hohen Haaransatz, hier kann mit der Haartransplantation für Frauen ebenfalls eine Korrektur geleistet werden. Leiden die Betroffenen allerdings an Autoimmunerkrankungen oder Hormonstörungen, darf die Haartransplantation für Frauen nicht durchgeführt werden. Hier muss in erster Linie die Grunderkrankung behandelt werden, das Haarwachstum beginnt nach erfolgter Therapie meist automatisch.

Welche Behandlungsmethoden der Haartransplantation für Frauen sind möglich?

Wenn aus der ärztlichen Diagnose hervorgeht, dass eine Haartransplantation sinnvoll ist, gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Bevor die Haartransplantation für Frauen beginnen kann, wird der behandelnde Arzt die Betroffene ausführlich beraten, zusätzlich wird das Haar und das Blut detailliert analysiert.
Folgende Verfahren für die Haartransplantation für Frauen werden meist angeboten:

• FUE Techniken
• DHI Methode
• PRP Methode
• Haarroboter

FUE- Techniken (Follicular Unit Extraction)

Diese innovative Technik wird auch Einzelhaartransplantation genannt und bedeutet übersetzt so viel wie „Entnahme einzelner Haarfollikel“. Bei dieser Methode werden einzelne Haarfollikel am Hinterkopf entnommen. Zunächst werden diese dann in einer Nährlösung gründlich auf ihre Gesundheit überprüft. Die gesunden Follikel werden dann nach und nach im Zielbereich eingesetzt. Bei der Behandlung wird der Kopfbereich örtlich betäubt. Da diese Methode für die Haare einen Kraftakt bedeutet, können anfangs die verpflanzten Haare ausfallen. Sie wachsen jedoch in den kommenden Monaten nach und bleiben in der Regel dauerhaft bestehen. Nach der Behandlung ist es sinnvoll die Haare vor Umwelteinflüssen zu schützen. Nebenwirkungen dieser Technik können unter anderem Rötungen, Schwellungen oder Taubheitsgefühle sein, die jedoch in der Regel nach kurzer Zeit verschwinden. Zusätzlich gibt es auch noch die FUT-Technik (follicular unit transplantation). Diese wird meist angewendet, wenn der Bedarf an Spenderhaar besonders hoch ist.

DHI-Methode (Direct Hair Implant)

Diese Methode gilt als das aktuellste Verfahren für Haartransplantation. Die Methode soll eine besonders hohe Haardichte erreichen und das Ergebnis soll dem natürlichen Haar am nächsten kommen. Im Unterschied zur FUE-Technik werden Haarfollikel direkt nach der Entnahme verpflanzt. Die DHI-Methode gilt als relativ zeitaufwendig, ermöglicht aber eine Kontrolle der Haarwuchsrichtung. Die Behandlung gilt als relativ schnell durchführbar und größtenteils schmerzfrei. Zusätzlich sollen bei dieser Methode keine Narben entstehen und die Wunde rasch verheilen. Die Methode kann übrigens auch zum Wachstum der Wimpern, Augenbrauen oder für die Barthaare bei Männern angewandt werden.

PRP-Methode (Plated Rich Plasma)

Übersetzt bedeutet dies in etwa „Plättchenreiches Plasma“. Diese Methode gilt als eine sehr natürliche Therapie gegen Haarausfall, die das Zellwachstum der Haarfollikel erhöhen soll. Bei dieser Eigenblutbehandlung wird mit dem körpereigenen Plasma, das aus Blut gewonnen wird, gearbeitet. Das Plasma soll die Zellen zur Blutgefäßbildung stimulieren und die geschädigten Haarwurzeln reparieren. Der Haarausfall soll so vermindert und das Wachstum neuer Haare angeregt werden. Das belegen zahlreiche, klinische Studien. Das körpereigene Blutkonzentrat kann dank moderner Biotechnologie die Heilungs- und Regenerationskräfte unseres Körpers optimal unterstützen. Daher kommt die Behandlung mit dem körpereigenen Plasma in der Sportmedizin ebenfalls zum Einsatz. Die PRP-Methode kann auch mit anderen Haartransplantationsverfahren kombiniert werden.

Neue Technologie: Roboter zur Haartransplantation für Frauen und Männer

Eine noch relativ neue Methode der Haartransplantation für Frauen und Männer stellt übrigens der Haarroboter dar. Er wurde in den USA entwickelt, ist jedoch mit hohen Anschaffungskosten verbunden. Einen großen Vorteil stellt bei diesem Verfahren wohl die Vermeidung von Narben dar.

Was kostet die Haartransplantation für Frauen?

Die Kosten eines solchen Eingriffs richten sich nach der Behandlungsmethode, nach Anzahl der Haare, die transplantiert werden und den benötigten Sitzungen. Man kann dabei etwa mit Kosten zwischen 2.000,00 und 8.000,00 Euro rechnen. In der Regel übernehmen die Krankenkassen die Kosten der Haartransplantation nicht, denn durch den Haarverlust gilt der Patient nicht als gesundheitlich beeinträchtigt. Bei Hauterkrankungen, Verletzungen oder psychischen Folgen kann die Krankenkasse jedoch Ausnahmen machen.
Selbstverständlich gibt es auch einige Alternativen zur Haartransplantation, die meistens mit weniger Kosten verbunden sind. Allerdings bringen diese Methoden die gewünschte Haarpracht auch nicht wieder zurück.