Heuschnupfen – besonders im Frühling, in der Hauptblütezeit, leiden rund 20 Prozent der Bevölkerung unter dem allergischen Schnupfen. Heuschnupfen ist auch unter dem Fachbegriff Rhinitis allergica bekannt. Er gilt als eine der häufigsten Allergien überhaupt. In Deutschland leiden mehrere Millionen Menschen unter dem allergischen Schnupfen. Die Betroffenen reagieren allergisch auf Blütenstaubteile und Pflanzenpollen insbesondere im Frühjahr. Manche Menschen leiden auch im Herbst noch unter Heuschnupfen. Die Symptome von Heuschnupfen sind meist tränende Augen und Niesattacken, da die Nasenschleimhaut anschwillt. Die Behandlung von Heuschnupfen kann zum Beispiel durch eine Immuntherapie erfolgen. Hierdurch können die Beschwerden der Allergie gelindert werden und die Lebensqualität der Betroffenen verbessert werden. Auch Heuschnupfenmittel wie ein Nasenspray oder Medikamente (spezielle Allergietabletten), können eine Linderung der Beschwerden bei Heuschnupfen bewirken. Ebenso können Hausmittel wie Honig, scharfe Gewürze und ätherische Öle zur Verbesserung der Symptome bei Heuschnupfen beitragen.

Was ist Heuschnupfen – Definition und Fachbegriff

Wie lautet eigentlich die Definition von Heuschnupfen und wie entsteht der lästige allergische Schnupfen? Der Fachbegriff von Heuschnupfen lautet saisonale allergische Rhinitis (Rhinitis allergica), oder einfach allergischer Schnupfen. Bei Rhinitis allergica kommt es zur Entzündung der Nasenschleimhäute aufgrund der allergischen Reaktion auf beispielsweise Pollen. Oft sind gleichzeitig auch die Nasennebenhöhlen entzündet. Oft beginnt die lästige Allergie bereits in der Kindheit und zieht sich bis in Erwachsenalter. Experten vermuten, dass hierzulande 15-30% der Kinder und Jugendlichen unter dem allergischen Schnupfen leiden. Bei manchen Menschen tritt Rhinitis allergica  auch erst im Erwachsenenalter auf. Betroffene fühlen sich aufgrund der Symptome oft mehrere Jahre stark in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt. Denn die gesundheitlichen Auswirkungen beinträchtigen die Leistungsfähigkeit und damit auch Schulische und Berufliche Aspekte. Ebenso sind Menschen mit Rhinitis allergica im Sozialleben oft eingeschränkt.

Welche Symptome treten bei Heuschnupfen auf?

Insbesondere im Frühjahr und in den Sommermonaten haben die meisten Betroffenen des allergischen Schnupfens mit Beschwerden zu kämpfen. Bei manchen Patienten tritt der Heuschnupfen im Herbst auch noch auf. Bei dem allergischen Schnupfen sind vor allem die Augen von Beschwerden betroffen. Meist treten bei Heuschnupfen einige der folgenden Symptome auf:

  • Tränenfluss
  • Fließschnupfen
  • verstopfte Nase
  • Rötungen und Schwellungen
  • Niesattacken
  • Juckreiz
  • Brennen im Hals, Hustenreiz
  • Bindehautentzündungen

Einige Menschen haben bei Heuschnupfen zudem noch mit Husten und Tagesmüdigkeit zu kämpfen. Durch die belastenden Symptome bei Rhinitis allergica, sinken bei vielen Menschen auch die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit ab. Manche Menschen reagieren sogar mit Atemnot oder Asthma auf die Blüten.

Ursachen von Heuschnupfen

Fast jeder Fünfte in Deutschland ist von der lästigen Allergie betroffen. Frauen sind mit 16 Prozent häufiger betroffen als Männer (13 Prozent). Mediziner beschreiben eine Überempfindlichkeit des Immunsystems als Ursache für Rhinitis allergica. Der Körper reagiert überempfindlich auf im Grunde harmlose Substanzen, nämlich auf die Eiweiße von Pflanzenpollen. Er stuft die harmlosen Pollen als gefährlich ein und bekämpft diese, daraus entwickeln sich oft Entzündungen, die Augen beginnen zu Tränen und es kommt zu heftigen Niesattacken. Rhinitis allergica wird daher auch oft als Pollenallergie bezeichnet. Die Pollen, die die Allergie auslösen finden sich hauptsächlich im Frühjahr, daher leiden die meisten von Rhinitis allergica Betroffenen, nur im Frühjahr und einigen Sommermonaten unter den Symptomen. Treten die Symptome länger auf, kann womöglich eine andere Allergie die Ursache für die Beschwerden sein, zum Beispiel eine Tierhaar- oder Hausstauballergie. Helfen gegen Heuschnupfen können spezielle Nasensprays, Medikamente oder eine Hyposensibilisierung.

Risikofaktoren für den allergischen Schnupfen

Die Beschwerden der saisonalen Allergie sind sehr belastend und schränken Betroffene oft stark in ihrer Lebensqualität ein. Einige Menschen sind anfälliger für Allergien als andere, manche Menschen haben von Natur aus empfindlichere Nasenschleimhäute und damit ein erhöhtes Allergierisiko. Oft wird der allergische Schnupfen auch vererbt. Wenn bereits Familienmitglieder unter Rhinitis allergica leiden, ist das Risiko der Vererbung der Allergie natürlich deutlich höher. Vor allem, wenn beide Elternteile eines Kindes unter Heuschnupfen leiden, besteht für das Kind ein Allergie-Risiko von 60 bis 80 Prozent. Zur Entstehung von Allergien wie Heuschnupfen können auch atemreizende Stoffe in der Luft beitragen. Kinder von Rauchern haben beispielsweise ein sehr hohes Risiko an Asthma oder Rhinitis allergica zu erkranken. Oft gehen mit dem allergischen Schnupfen auch andere Allergien einher, ebenso treten oft Rhinitis allergica und Neurodermitis gemeinsam auf.

Man geht ebenso davon aus, dass das Immunsystem eines Kindes bei übermäßiger Hygiene unterfordert ist und irgendwann auch auf harmlose Substanzen reagiert. Die Hygienehypothese gilt im Übrigen auch für andere Allergien. Kinder mit Geschwister, oder solche, die in ländlicher Gegend aufwachsen weisen meist ein niedrigeres Allergierisiko auf. Eine stark ausgeprägte Hygiene kann also eine Allergieentstehung begünstigen. In den letzten Jahren stieg die Anzahl an Menschen die an Rhinitis allergica erkranken deutlich an. Laut Forschern des Zentrums für Allergie und Umwelt der TU München liegt das am Klimawandel.

Heuschnupfen Behandlung

Welche Behandlung empfiehlt sich bei Heuschnupfen? Normalerweise empfiehlt man bei Allergien die Vermeidung des Kontakts mit den Allergenen. Doch der Kontakt mit Pollen und Blütenstaub im Alltag lässt sich so gut wie nicht vermeiden. Die Behandlung des allergischen Schnupfens erfolgt meist durch eine spezielle Immuntherapie und Hyposensibilisierung. Diese Methode zur Behandlung von Heuschnupfen setzt an der Ursache an und erfolgt entweder durch Spritzen, oder mit Präparaten gegen den allergischen Schnupfen. Betroffene erhalten dann Heuschnupfenmittel wie Tabletten oder eine Lösung für die regelmäßige Einnahme zur Verbesserung der Beschwerden In den Präparaten befinden sich hochdosierte Extrakte. Die Immuntherapie muss regelmäßig angewandt werden. Hyposensibilisierung soll zudem Asthmaerkrankungen und allergische Schocks vorbeugen. Um die Beschwerden zu lindern können Betroffene von Heuschnupfen ebenso Medikamente einnehmen. Die medikamentöse Behandlung der Symptome von Heuschnupfen bewirkt eine langfristige Besserung der Beschwerden.

Wie läuft eine Immuntherapie ab?

Es gibt verschiedene Verfahren bei der Immuntherapie. Die Immuntherapie bzw. Hyposensibilisierung kann bei allen Allergien des Soforttypes (Typ-1) langfristig eine Besserung der Symptome bewirken. Die Behandlung setzt hierbei an der Ursache des Allergens z.B. Pollen bei Rhinitis allergica an. Der Körper soll schrittweise an das Allergen gewöhnt werden, damit möchte man erreichen, dass es bei Kontakt zum Allergen nicht mehr zu allergischen Reaktionen kommt. Über einen langen Zeitraum wird dem Betroffenen daher eine steigende Dosis des Allergens verabreicht. Das Immunsystem soll hierbei merken, dass das Allergen keine Gefahren birgt. Die Beschwerden nehmen im Laufe der Therapie ab, oder treten bei den Behandelten bestenfalls gar nicht mehr auf.

Nasenspray bei Heuschnupfen

Kann ein Nasenspray die Symptome bei Heuschnupfen lindern? Ja, beim allergischem Schnupfen können bestimmte Nasensprays helfen. Wichtig ist bei Heuschnupfen ein spezielles Nasenspray, welches sich für Allergien eignet und direkt an den Nasenschleimhäuten wirkt. Ein schnell und besonders wirksames Heuschnupfen Nasenspray ist zum Beispiel MometaHEXAL. Das Spray wirkt antientzündlich und antiallergisch, die Inhaltsstoffe sorgen für eine Linderung der Symptome bei Rhinitis allergica. Bereits ein Sprühstoß täglich genügt und die Wirkung hält bis zu 24 Stunden an. Auch das RatioAllerg Heuschnupfenspray gilt als besonders wirkungsstark und ist für die Kurzeitbehandlung gut geeignet. Übrigens enthalten Allergie-Nasensprays meist Wirkstoffe wie Antihistaminika oder Mastzellenstabilisatoren. Normale Nasensprays für erkältungsbedingten Schnupfen, enthalten hingegen Wirkstoffe, die schleimhautabschwellend wirken.

Ein großer Vorteil der antiallergischen Nasensprays ist, dass die Wirkung schon nach kurzer Zeit (etwa 15 Minuten) eintritt. Ebenso tritt auch bei längerer Anwendung kein Gewöhnungseffekt ein. Ein Allergie-Nasenspray kann übrigens nicht nur bei Heuschnupfen helfen, sondern auch bei Tierhaarallergien, Hausstauballergie und Schimmelpilzallergie.

Medikamente bei Heuschnupfen

Es gibt verschiedene Heuschnupfenmittel, Medikamente und Hausmittel zur Linderung der lästigen Symptome bei Heuschnupfen. Bei medikamentöser Therapie des Heuschnupfens sind Antihistaminika die erste Wahl, neben einem Heuschnupfenspray können auch Tabletten wie LORANO akut oder Ceterizin eingenommen werden. Ebenso können bei Heuschnupfen die Tabletten von DHU eingenommen werden, doch auch Augentropfen wie Vividrin akut, gelten als hilfreich und lindernd. Bei akuten Beschwerden gelten Nasensprays und Augentropfen gegen Heuschnupfen als erste Wahl, Livocab bietet daher eine Kombiverpackung mit Augentropfen und Nasenspray an. Die meisten Heuschnupfenmittel sind rezeptfrei in der Apotheke und online erhältlich.

Hausmittel bei Heuschnupfen

Bei Heuschnupfen können auch bestimmte Hausmittel helfen. Beispielsweise gelten Ingwer und Sanddornöl als besonders wirksam. Ein Ingwertee trägt zur Abheilung der Schleimhautentzündung bei und fördert die Durchblutung. Hierfür kannst du ein Stück Ingwer schälen und in Scheiben schneiden. Anschließend mit kochend heißem Wasser übergießen und nach dem Abkühlen trinken. Sanddornöl trägt zur   Um die gereizte Haut zu beruhigen, kann auch ein sanfter Nasenbalsam hilfreich sein. Diesen kannst du sogar selbst herstellen, zum Beispiel aus Mandelöl und Wollwachs. Auch andere ätherische Öle wie Eukalyptusöl gelten als hilfreich und lindern die Beschwerden. Denn die Öle wirken entzündungshemmend und öffnen die Nasennebenhöhlen.

Nasenduschen und Nasensprays mit Meerwasser können bei allergischen ebenso Schnupfen helfen. Regionaler Honig als natürliches Antihistaminikum. Denn hierbei gewöhnt sich der Körper schrittweise und sanft an die Pollen in der Umgebung. Scharfe Gewürze wie Knoblauch und Chilli wirken abschwellend und sind daher auch ein geeignetes Hausmittel bei Heuschnupfen. Auch eine warme Dusche nach dem Nachhause kommen kann helfen, denn die Pollen werden dabei sofort entfernt und können nicht auf Bettwäsche und Kleidung springen.

Tagebuch führen und Kalender mit Pollenflug bei Heuschnupfen

Für Menschen die unter Heuschnupfen leiden, gibt es übrigens auch Kalender, die die Pollenflüge aller Gräser und Bäume anzeigen. Hier können Betroffene ablesen, wann die Pollen verstärkt auftreten. Dafür ist es natürlich wichtig zu wissen, auf welche Pollen der Betroffene allergisch reagiert. Neben einem Heuschnupfen Kalender gibt es mittlerweile auch Pollenflug-Newsletter und Pollenflug-Apps, so können Betroffene immer die aktuelle Vorhersage für den Pollenflug abrufen und die App individuell anpassen. Ebenso enthalten einige Apps ein Pollen-Tagebuch, für Menschen, die der allergische Schnupfen betrifft, macht es im Allgemeinen sowieso Sinn ein Tagebuch mit den Beschwerden zu führen.


 

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[1] https://www.apotheken-umschau.de

[2] https://www.allergiecheck.de

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