Die sogenannte Low-Carb-Diät steht absolut im Trend. Immer mehr Menschen setzen auf die einfache und dennoch wirksame Ernährungsform. Der Vorteil: wer sich Low-Carb ernährt muss nur wenig Verzicht üben. Fettreiche und eiweißhaltige Nahrungsmittel können ohne Einschränkung in angemessenen Mengen verzehrt werden.

Lediglich auf Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Kohlenhydraten muss verzichtet werden. Dass die kohlenhydratarme Diät wirkungsvoll sein kann, haben inzwischen sogar einige wissenschaftliche Studien beweisen können. Dennoch gibt es einige Menschen, bei denen die kohlenhydratarme Ernährung irgendwie nicht funktionieren möchte.

Wenn das auch bei Ihnen der Fall ist, müssen Sie aber nicht sofort aufgeben. Nicht selten sorgen kleine Fehler in der Ernährung dafür, dass Low Carb nicht so funktioniert, wie es soll. Woran es bei Ihnen liegen könnte und wie Sie dafür sorgen, dass sich endlich Erfolgsergebnisse sehen lassen, erfahren Sie hier.

Der Klassiker: zu viele Kohlenhydrate

Nicht selten kommt es dazu, dass Menschen trotz Low-Carb-Diät noch viel zu viele Kohlenhydrate aufnehmen. Grund dafür ist, dass jeder Mensch unterschiedlich ist, auch in Bezug auf die Sensibilität gegen Kohlenhydrate.

Das bedeutet: vielleicht erzielt die Freundin, mit der Sie gemeinsam mit der proteinreichen Diät begonnen haben, durchschlagende Erfolge mit einer Kohlenhydratmenge von 50 Gramm am Tag. Sie nehmen dieselbe Menge zu sich, können allerdings keine Veränderungen feststellen.

Denkbar ist nun, dass Ihr Körper ganz einfach noch weniger Kohlenhydrate benötigt, um kein neues Fett auf-, sondern altes Fett abbauen zu können. Probieren Sie es einfach aus und reduzieren Sie Ihre Aufnahme von Kohlenhydraten sukzessiv, bis sich erste Erfolge einstellen.

Die falschen Lebensmittel

Nicht nur allein die Reduktion des Kohlenhydratanteils in der Ernährung sorgt bei der speziellen Diät für Erfolg. Ein wichtiger Faktor sind auch die Lebensmittel, die Sie täglich zu sich nehmen.

Die Basis einer gesunden, kohlenhydratarmen Ernährung besteht aus Fleisch und Fisch, Eiern und Gemüse sowie gesunden Fetten (Leinöl, Olivenöl oder Rapsöl). Jene unverarbeiteten Lebensmittel eignen sich deutlich besser, als hoch verarbeitete Produkte, die als Low Carb ausgewiesen sind (etwa Shakes und Proteinriegel).

Lassen Sie sich außerdem von den Kalorien des Fettes nicht abschrecken. Schließlich benötigen Sie auch weiterhin eine gesunde Menge an Energie. Eine Kombination aus gesunden Fetten und reichhaltigen Proteinen ist letztendlich der Auslöser dafür, dass sich Ihr Körper auf einen ketogenen Stoffwechsel umstellt und das überschüssige Fett verbrennt.

Auch, wenn Milchprodukte kohlenhydratarm sind, eignen sie sich nur in Maßen für die Low-Carb-Diät. Grund dafür ist die hohe Menge an enthaltenen Proteinen. Einige Milchprodukte wie Käse, Joghurt und Milch sorgen aufgrund ihrer Aminosäurenkombination nämlich dafür, dass der Insulinspiegel erhöht wird.

Dieser ist eigentlich dafür da, den Blutzuckerspiegel nach dem Essen schnell wieder zu senken. Dies sorgt allerdings für ein vermehrtes Hungergefühl und steigert den Hunger auf kohlenhydrathaltige Lebensmittel. Die kohlenhydratarme Diät weiterhin durchzuhalten wird somit immens erschwert.

Künstlicher Süßstoff

Es empfiehlt sich darüber hinaus, auch auf Lebensmittel zu verzichten, die Süßstoffe enthalten. Warum? Wie aus einer Studie des „Monell Chemical Senses Centers“ in Philadelphia hervorgeht, beeinflussen künstliche Süßstoffe das Hungergefühl und führen so häufig dazu, dass über den Tag verteilt mehr Kalorien aufgenommen werden.

Inwiefern das auch bei Ihnen zutrifft, lässt sich natürlich nicht pauschal sagen. Sollten Sie allerdings den Verdacht haben, kann es sinnvoll sein, die Auswirkungen des Süßstoffes auf die Diät auszutesten.

Ein zu geringes Kaloriendefizit

Was viele vergessen: Low-Carb bedeutet nicht, dass den ganzen Tag gegessen werden kann und kein Sport getrieben werden muss, um abzunehmen. Der Vorteil der proteinreichen Diät liegt eher genau darin, dass sie für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl sorgt und so den Hunger reduziert.

So werden auf Dauer weniger Kalorien aufgenommen und der Abnehmerfolg wird unterstützt. So können zu viele kohlenhydratarme Lebensmittel dennoch dafür sorgen, dass sich keine Abnehmerfolge einstellen. Einfach, weil das Kaloriendefizit zu gering ist. Sinnvoll ist es hier, die Kalorien, die über den gesamten Tag aufgenommen werden, per App zu zählen.

Zu häufige Mahlzeiten

Eine erhöhte Kalorienzufuhr kann unter anderem auch von zu vielen Mahlzeiten pro Tag herrühren. In diesem Zusammenhang ist es sinnvoll zu wissen, dass viele kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt nicht zum Diäterfolg beitragen und auch nicht förderlich für die Gesundheit sind.

Auf dieses Ergebnis kam zumindest die University of Ottawa während einer Studie im April 2010. Empfohlen sind deshalb auch weiterhin drei gesunde und zugleich sättigende Mahlzeiten am Tag.

Laut https://abnehmtricks-und-abnehmtipps.de/ sollte zwischen den Mahlzeiten für mehrere Stunden nichts verzehrt werden. Interessant ist hier besonders der aktuelle Ernährungstrend des Intervallfastens.

Eine weitere Ursache für eine zu hohen Aufnahme an Kalorien können zu viele Ausnahmen sein. Natürlich ist es in Ordnung, wenn Sie sich zwischendurch etwas gönnen. Allerdings sollten es wöchentlich nicht mehr als zwei Ausnahmen sein. Sinnvoll ist es, klare Regeln für die „Ausnahmen“ zu definieren. So können Sie sie besser kontrollieren.