Aus der Geschichte wissen wir, dass Honig schon vor tausenden Jahren unter anderem für Wohlstand und Vitalität stand. Hippokrates setzte es als Medikament bei Fieber ein, die Griechen als Heilmittel gegen Wunden. Heute wird die Kostbarkeit von Honig häufig unterschätzt. Alt bewährt und neu entdeckt ist heute der Manuka-Honig. Der aus Neuseeland stammende süße Brotaufstrich wird aus dem Nektar der Südseemyrte hergestellt. Fleißige Bienen sammeln den Nektar der Manuka-Pflanze und produzieren Honig. Seine starke antibakterielle Wirkung ist schon lange in Neuseeland und Australien bekannt. Dort wird dem Manuka-Honig wundersame Wirkung zugeschrieben:

  • Stärkung des Immunsystems
  • Bekämpfung von Pilzerkrankungen
  • Antibakterielle Wirkung gegen äußerliche und innerliche Entzündungen
  • Positive Beeinflussung des Verdauungssystems
  • Erhalt gesunder Zähne

Aus der Manuka-Pflanze können Manuka-Öle und der Manuka-Honig gewonnen werden. 

Manuka Honig Inhaltsstoffe

Honig besteht in der Regel aus 80 % Zucker und 20 % Wasser. Die Honigsorten unterscheiden sich jedoch gewaltig in ihren Inhaltsstoffen. Der Manuka Honig besteht nämlich aus vielen Wirkstoffen, die erst bei näherem Hinschauen sichtbar werden: Wasserstoffperoxid, viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Besonders hervorzuheben ist das antibakteriell wirksame Zuckerabbauprodukt Methylglyoxal, kurz MGO der Manukapflanze. Verflüchtigt sich die Feuchtigkeit des Blütennektars in der Honigwabe, entsteht MGO, welches hochgradig wirksam gegen Bakterien ist und dem Manuka Honig die antibakterielle Wirkung verleiht. Je höher der MGO-Gehalt in den Manuka Produkten ist, desto höher die Wirkung.

Risiken und Nebenwirkungen

Manuka-Honig wird nach dem Schleudern unmittelbar weiterverarbeitet. Grob gesagt wird das Produkt nach der Ernte kaum bis gar nicht behandelt. Aufgrund der antibakteriellen Wirkung ist der Honig nicht gefährlich, kann nichtsdestotrotz Listerien aufweisen. Aus diesem Grund ist eine Verzehrsempfehlung bzw. der Gebrauch von unbehandelten Manuka-Produkten nur für Menschen mit einem stabilen Immunsystem zu empfehlen. Schwangere, Neugeborene und Kleinkinder sollten wegen der Listerien Gefahr ebenso auf den Genuss von Manuka-Honig verzichten. Wie auch bei anderen zuckerhaltigen Nahrungsmitteln sollten Patienten mit Diabetes Typ I und II ihre Ernährung im Auge behalten.

Welcher Manuka Honig Preis ist zu erwarten?

Aufgrund des erforderlichen professionellen Anbaus bzw. Pflege der Manuka-Pflanze und der steigenden weltweiten Nachfrage ist der Preis für Manuka Produkte beachtlich gestiegen. 2010 kostete ein Kilogramm 37 Neuseeländische Dollar, im Jahr 2015 waren es schon 100 NZD pro Kilo. Ein Honig-Glas mit 250 g reinem Manuka-Honig kostet daher ca. ab 50 Euro.

Fazit: Mehr als ein vorzügliches Nahrungsmittel!

Manuka-Honig ist nicht nur ein vorzügliches Nahrungsmittel, das aufs Brot geschmiert oder in die Milch eingerührt werden kann. Aufgrund des Methylglyoxal wird der Honig in der Medizin häufig zur Unterstützung der Wundheilung, bei Entzündungen, einer Blasenentzündung, inneren Infekten und Erkältung eingesetzt. Ist die Intention des Einsatzes von Manuka-Honig medizinischer Natur, sollte unbedingt auf die Höhe des Methylglyoxal-Gehaltes geachtet werden (UMF-Angabe sollte möglichst hoch sein). Ist keine UMF bzw. MGO-Angabe auf dem Produkt versehen, ist dieses mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Fälschung und wird daher nicht zum Kauf empfohlen.