Gesunder Schlaf ist ein absolutes Grundbedürfnis des Menschen und das wohl natürlichste und nachhaltigste Mittel für Gesundheit und Wohlbefinden. Im immer hektischer werdenden Alltag scheint es allerdings gar nicht mehr so einfach zu sein, jede Nacht ausreichend und wirklich erholsam zu schlafen. Eine unruhige Umgebung, schlechte Raumluft, Schadstoffe in Möbeln und Textilien und nicht zuletzt die Belastung durch elektronische Geräte können die Qualität des Nachtschlafes deutlich mindern. Laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts zur Häufigkeit und Verteilung von Schlafproblemen und Insomnie in der deutschen Erwachsenenbevölkerungleiden etwa sechs Prozent der in Deutschland lebenden Erwachsenen an Schlafstörungen, die so schwer sind, dass sie sich langfristig auch auf die Gesundheit auswirken können.

Um einen gesunden und erholsamen Schlaf zu fördern, kann eine natürliche Schlafumgebung wertvoll sein. Dazu zählt neben einer geräusch- und beleuchtungsarmen Umgebung ohne elektronische Geräte und gesunder Raumluft auch die Auswahl natürlicher Materialien für Bett und Schlaftextilien. Schon der bekannte Heilpraktiker Paracelsus, der von 1493 bis 1541 in Österreich und der Schweiz lebte und praktizierte, war der Überzeugung:

„Ein krankes Bett ist das sicherste Mittel, sich die Gesundheit zu ruinieren!“

Eine natürliche Schlafumgebung kann für nachhaltigen Wohnkomfort sorgen und damit die nächtliche Erholung auf ganz natürliche Art unterstützen. Ökologisch hochwertige Materialien, bei deren Verarbeitung vollständig auf möglicherweise schadstoffbelastete Zusatzstoffe verzichtet wurde, können das Raumklima und damit auch das persönliche Wohlbefinden nachhaltig verbessern. So wird das Schlafzimmer zur natürlichen Wohlfühlzone mit Gesundheitsfaktor:

Der Schlafplatz als Zentrum für gesunden Schlaf

Einen nicht unerheblichen Teil seines Lebens verbringt der Mensch im Bett. Deshalb sollte der Schlafplatz als Zentrum für gesunden Schlaf möglichst hochwertig und gesundheitsfördernd ausgestattet sein.

Das Bett

Das Bett ist die Basis für erholsamen Schlaf. Es sollte möglichst stabil sein und auch unruhige Schläfer, die in der Nacht häufig ihre Schlafposition verändern, nicht durch Wackeln, Quietschen oder Knarzen stören. Am besten eignen sich stabile und ökologisch hochwertige Naturmaterialien wie Holz, die ohne jegliche Schadstoffe bearbeitet wurden.

Holz ist nicht nur ein von Natur aus warmes Material, es kann auch gesundheitsfördernde Eigenschaften mitbringen, die sich im Schlaf bemerkbar machen. Dem Holz der Buche werden im energetischen Bereich ordnende, beruhigende und klärende Kräfte zugesprochen. Die Eiche soll erfahrenen Heilpraktiker zufolge für Wahrheit, Verlässlichkeit und Beständigkeit stehen und damit die Gaben der Geduld und der Voraussicht fördern. Besonders gerne wird für die Herstellung natürlicher Schlafmöbel auch das Holz der Zirbe verwendet. Es hat von Natur aus einen leicht würzigen Duft, der nach und nach an die Raumluft abgegeben wird. Das so entstehende Raumklima soll eine beruhigende Wirkung haben, die den Puls senken und dabei helfen kann, leichter in einen Ruhezustand und damit in erholsamen Schlaf zu finden.

Lattenrost und Matratze

Lattenrost und Matratze sorgen für eine gesunde Körperhaltung während des Schlafens. Auch hier sind Naturmaterialien zu bevorzugen, die keinerlei gesundheitsschädliche oder allergieauslösende Stoffe an die Raumluft abgeben. Vor allem bei der Matratze lohnt es sich, in ein hochwertiges und optimal auf die Bedürfnisse des eigenen Körpers abgestimmtes Modell zu wählen.

Eine Matratze sorgt dafür, dass die Belastung, die im Schlaf auf den Stützapparat des Körpers wirkt, gut verteilt wird. In ihrer stützenden und ausgleichenden Funktion leistet eine hochwertige Matratze einen wesentlichen Beitrag zu einem gesunden Rücken und einem erholsamen Schlaf.

Besonders bewährt haben sich 7-Zonen-Kaltschaummatratzen in Bioqualität. Durch das in 7 Zonen aufgeteilte Körperstützsystem wird die Wirbelsäule punktelastisch entlastet und der Körper kommt in jeder Schlafposition optimal zur Ruhe. Neben der Wirbelsäule werden auch die Schulterpartie sowie das Becken und die Hüfte ergonomisch gestützt und damit entlastet.

Kaltschaum aus höchster Bioqualität zeichnet sich durch seine hohe Atmungsaktivität aus. Außerdem ist dieses ökologische Material sehr durchlässig für Feuchtigkeit. Das Milieu, das in der Matratze und dicht über ihrer Oberfläche entsteht, bietet wenig Raum für die Verbreitung von Hausstaubmilben und anderen Allergenen. Auch beim Kauf von Matratzenschonen und sonstigen Überzügen sollte auf 100 Prozent Bioqualität geachtet werden. Bio-Baumwolle oder Bio-Schafschurwolle eignen sich besonders gut, denn sie passen sich hervorragend an ihre Umgebung an. So können sie im Sommer angenehm kühl und im Winter herrlich warm sein.

Hochwertige Bio-Kaltschaummatratzen sind in unterschiedlichen Härtegraden für eine optimale Anpassung an das individuelle Körpergewicht und bei Bedarf auch in Übergrößen erhältlich. Außerdem gibt es für Allergiker oder Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen besondere Hygienevorschriften beachten müssen, spezifische Fasergemische, die einen besonders gesunden Schlaf fördern können.

gut schlafen

Kissen, Bettdecke und Bettwäsche

Kissen, Bettdecke und Bettwäsche haben während des Schlafens unmittelbaren Kontakt zur Haut und sind besonders dicht an den Poren und den Atemwegen. Deshalb ist auch hier ein komplett schadstofffreies Material in höchster Bioqualität zu bevorzugen. Naturfasern wie Baumwolle, Schurwolle oder Kamelhaar schaffen ein angenehmes Schlafklima.

Auch das Füllmaterial der Bettdecke sollte zu 100 Prozent aus Naturmaterialien wie Daunen- oder Gänsefedern bestehen. Auch Schurwolle, Yak- oder Kamelwolle und Baumwolle kommen als Füllmaterial in Frage. Allergiker sollten sich fachmännisch beraten lassen und einem Material greifen, das besonders atmungsaktiv und feuchtigkeitsdurchlässig ist.

Füllung und Bezug von Bettdecke und Kissen sollten der Jahreszeit und der Raumtemperatur angepasst werden. Eine Bettdecke soll vor Auskühlung schützen, wenn die Körperaktivität im Schlaf deutlich heruntergefahren wird. Ein Hitzestau unter der Bettdecke kann allerdings zu unangenehmen Schwitzen führen und Krankheiten begünstigen. Im Sommer empfiehlt sich deshalb eine deutlich leichtere und atmungsaktivere Decke als im Winter. Auch die Füllung und das Bezugsmaterial des Kissens sollten einen guten Feuchtigkeitsaustausch ermöglichen, damit der Kopf im Schlaf nicht unangenehm schwitzt. Wer verstärkt mit Nacken-, Schulter oder Kopfschmerzen zu tun hat, kann auf ein spezielles Stützkissen zurückgreifen, das die problematische Körperpartie gesondert entlastet.

Die Schlafumgebung von allem befreien, was nicht natürlich und gesund ist

Das Geheimnis erholsamen Schlafes ist eine Schlafumgebung, die frei von Belastungen ist. Dazu zählen natürlich Fremd- und Schadstoffe in sämtlichen Materialien, die im Raum Verwendung finden. Aber auch eine zu hohe Luftfeuchtigkeit oder zu warme Raumluft gehören zu Störfaktoren in der Schlafumgebung. Am besten schläft der Mensch, wenn es um ihn herum kühl, dunkel und still ist. Tickende Uhren, beleuchtete Displays oder leises Summen von elektronischen Geräten können den Nachtschlaf empfindlich stören und langfristig zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.

Wer Wert auf eine ganz natürliche und gesundheitsfördernde Schlafumgebung legt, sollte einmal versuchen, sämtlichen Störfaktoren in der heimischen Schlafoase auf den Grund zu gehen und sie aus der unmittelbaren Umgebung zu verbannen. Ohne eine Nachttischlampe mag sich der Alltag schwierig gestalten lassen, aber Handy, Tablet und Laptop haben im Schlafzimmer nichts zu suchen. Wer für die morgendliche Routine einen Wecker benötigt, sollte versuchen, ein Modell einzusetzen, das so laut ist, dass es auch vor der Schlafzimmertür platziert werden kann und trotzdem jeden Morgen zuverlässig weckt. Wer es gewöhnt ist, nachts häufig auf die Uhr zu schauen, sollte einmal versuchen, auf diese Gewohnheit zu verzichten. Viel gesünder ist es, der inneren Uhr zu vertrauen und sich nicht auf beleuchtete Zeiger oder Displays zu verlassen. Wer nachts ständig aufwacht und auf die Uhr schaut, wird vor allem in den Morgenstunden zunehmend nervös und verwehrt sich selbst die wertvollen letzten Stunden des Nachtschlafs. Ein zuverlässiger Wecker sollte der einzige Zeitmesser sein, der die innere Uhr ergänzt.

Fernseher und Stereoanlagen verfügen meist über eine beleuchtete Standbytaste oder ein beleuchtetes Display, die den Nachtschlaf empfindlich stören können. Außerdem sind Elektrosmog und Summgeräusche ein echter Störfaktor, der beseitigt werden sollte. Die Heizung muss im Schlafzimmer eigentlich nicht arbeiten. Sinken die Temperaturen im Winter unter den Gefrierpunkt, sollten die Schlaftextilien im Bett entsprechend aufgerüstet werden, um ausreichend wohlige Wärme zu schaffen.

In einer so natürlichen und von Störfaktoren befreiten Schlafumgebung fällt es viel leichter, zur Ruhe zu kommen und den Nachtschlaf im Hinblick auf seine gesundheitsfördernde und regenerierende Wirkung voll auszuschöpfen.