Die Verzweiflung vor dem Spiegel ist 80 bis 90 % aller Jugendlichen bekannt – Pickel, Mitesser und Akne machen sich auf dem Gesicht breit. Auch Erwachsene plagen sich nicht selten mit Pickeln oder einer Spätakne. Reinigungsmittel, Peelings und Cremes werden genutzt, helfen jedoch leider nur begrenzt und verschlimmbessern oftmals das Hautproblem. Salicylsäure hört sich nicht sanft an, ist durch seine natürliche Herkunft aus Blättern, Blüten und Wurzeln jedoch harmlos und effektiv. Bei Akne Vulgaris, Verhornungsstörungen, Schuppenflechte und gegen Warzen wird dieses aus der Natur gewonnene Mittel heute immer häufiger eingesetzt. 

Akne bezeichnet eine Verhornungsstörung im Bereich der Talgdrüsen. Aufgrund einer zu großen Talgproduktion entstehen Mitesser. Entzünden sich diese, entstehen Pusteln bzw. Knoten. Auch das Rauchen, hormonelle Veränderungen oder Stress beeinflussen die Talgproduktion und begünstigen Akne.

Prozess und Wirkung

Salicylsäure wirkt keratolytisch, d. h. hautschälend. Im Grunde genommen regt Salicyl die Haut an, abgestorbene Hautzellen abzuschuppen. Sie fängt in den Unterschichten der Oberhaut an. Die Regeneration der Haut wird dadurch angeregt und beschleunigt. Der Vorteil von Salicylsäure ist, dass sie sehr tief in die Hautzellen eindringen kann und dadurch optimal zu Behandlungszwecken von Akne geeignet ist. Durch die ständige Erneuerung von Hautzellen bzw. der schnellen Beseitigung von toten Hautzellen wird die Verhornung der Haut beseitig. Fettiger Haut wird der Nährboden für Bakterien entzogen. Akne kann nicht entstehen, wenn keine Hornhaut besteht.

Salicylsäure hat weiterhin entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften. Durch ihre vielfältigen positiven Einflüsse auf die Haut wird diese sehr gerne in Cremes und Medikamenten zur Bekämpfung von Akne verwendet. 

Salicylsäure Nebenwirkungen

Säure sollte immer mäßig verwendet werden. Durch die hautschälende Wirkung können salicylsäurehaltige Cremes bei zu häufiger Verwendung Rötungen und die Austrocknung der Haut hervorrufen. Salicylsäurehaltige Kosmetik enthält zwar nur 2 % Säureanteil, sollte aber immer nach Beschreibung verwendet werden. In der Schwangerschaft sollten Frauen Salicylsäure bestenfalls meiden oder sehr sparsam und nur äußerlich anwenden. 

Salicylsäure Anwendung

Die hervorragende Basis für eine Salicylsäure Anwendung ist ein ph-Wert von mindestens 3 und 4. So kann der hautschälende Effekt am besten eintreten. Waschlotionen, Gesichtswasser, Cremes, Gels, Shampoos und Pads aus der Drogerie enthalten einen Sylizylsäuregehalt von 1 bis 2 % und können daher täglich angewendet werden. Salben und Lösungen mit einem stärkeren Sylizylgehalt werden frei verkäuflich in Apotheken angeboten. Hier ist jedoch zu beachten, dass die Haut an Salicylsäure gewöhnt werden muss. Im besten Fall startet man zwei- bis dreimal pro Woche mit den Anwendungen, ehe man die Haut täglich damit reinigt. Die Reinigung sollte täglich morgens und abends erfolgen. 

Fazit: Salicylsäure bei leichter bis mittelschwerer Akne

Salicylsäure kann bei einer leichten bis mittelschweren Akne und Pickeln deutliche Besserung aufweisen. Dank des natürlichen Ursprungs sind Kosmetika mit Salicylsäure nicht gefährlich und frei verkäuflich. Bei der Umstellung auf ein Produkt mit Salicylsäure sollte die Behandlung sachte angegangen werden. Außerdem sind einige Wochen Anwendungszeit Voraussetzung, um eine Besserung zu erwarten.