Im Schlaf verarbeitet das Gehirn über den Tag aufgenommene Informationen sehr intensiv. Gesunder Schlaf macht uns körperlich und geistig fit und stärkt das Immun-und Stoffwechselsystem. Außerdem sind wir seelisch gut ausgeglichen. Doch Vorsicht: Weder zu viel noch zu wenig Schlaf ist gesund, die gesunde Schlafmenge ist dabei von Person zu Person verschieden. Sinnvoll kann es sein sich eine regelmäßige Bettzeit einzurichten. Während des Nachtschlafs durchläuft unser Körper unterschiedliche Phasen und wenn diese unregelmäßig erfolgen, reagiert der Organismus darauf stark sensibel. Unruhe, Stress, zu viel Koffein, Schmerzen oder Grübelei – All diese Beschwerden können der Schlaflosigkeit Ursachen sein und den Schlaflosen zu der Frage führen: Was tun bei Schlaflosigkeit?

Schlaflosigkeit Ursachen

Um für die Schlaflosigkeit Ursachen zu finden, sollte man erst einmal den eigenen Alltag einmal näher betrachten: Welche Ereignisse könnten einen gesunden Schlaf beeinträchtigen- Schichtarbeit, Lärm, Stress? Gibt es momentan besondere Lebensereignisse? Wie sieht es mit der Ernährung aus- werden spät abends noch deftige Speisen verzerrt? Auch Sport, der zu kurz vor dem zu Bett gehen betrieben wird, kann ein Grund für Einschlafprobleme sein.

Paradoxerweise können auch Ursachen der Schlaflosigkeit Schlafmittel und andere Medikamente selbst sein. Das gilt vor allem für Medikamente, die den Hormonhaushalt des Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflussen. Darunter zählen z.B. Bluthochdruck- und Herzmittel, Antidepressiva und Appetitzügler. Bei Schlafmitteln wie Benzodiazepinen stellt sich nach einer längeren Einnahmezeit ein Gewöhnungseffekt ein und die Wirkung lässt nach. Betroffene der Schlaflosigkeit erhöhen dann oft die Dosis selbstständig und haben vermehrt mit Unruhe in der Nacht und Müdigkeit am Tag zu kämpfen. Bei Durchschlafstörungen ist einer der häufigsten Auslöser ebenfalls Stress, weitere Ursachen können Umwelteinflüsse wie Verkehrslärm, körperliche, psychische Erkrankungen oder auch stark veränderte Lebenssituationen sein, z.B. eine Scheidung oder der Verlust eines geliebten Menschen.

Schlaflosigkeit durch Hitze

Den Sommer genießen? Laut Umfragen der Techniker Krankenkasse schlafen ein Drittel der Deutschen bei sehr warmen Temperaturen schlechter. Durch die hohen Außentemperaturen sinkt die Körpertemperatur nachts nicht wie gewohnt um ein halbes Grad ab. So kommt es zur Schlaflosigkeit durch Hitze. Um besser schlafen zu können, kann man vor dem Schlafengehen ein lauwarmes Bad nehmen. Doch auch die Helligkeit hindert am Durchschlafen. Licht verhindert die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin. Besonders lichtempfindliche Menschen können im Sommer ihr Schlafzimmer abdunkeln oder eine Schlafmaske nutzen. Leinenbettwäsche oder Baumwollbatist ist für die heiße Jahreszeit geeignet, außerdem sollte die Nachtwäsche luftig leicht und atmungsaktiv sein.

Schlaflosigkeit Schilddrüse

Oft anfangs außer Acht gelassen und zu selten in Betracht gezogen, werden bei Schlaflosigkeit Hashimoto und andere Schilddrüsenerkrankungen. Unruhe, Einschlaf- und Durchschlafstörungen, sowie Gewichtsverlust und ein zu schneller Puls können Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion sein. Auch kann eine weitere Ursache für Schlaflosigkeit Hashimoto sein. Hashimoto-Thyreoiditis, das sogenannte Hashimoto-Syndrom ist eine Autoimmunerkrankung. Ein großer Teil der Schilddrüsenunterfunktionserkrankungen liegen dem Hashimoto-Syndrom zu Grunde. Die Erkrankung führt unbehandelt zu einer chronischen Entzündung der Schilddrüse. Ärztlich abzuklären ist daher, ob bei Schlaflosigkeit Schilddrüsenerkrankungen vorliegen.

Schlaflosigkeit Schwangerschaft

Schwanger und schlaflos? Das ist nicht ungewöhnlich. Anfangs sind es oft die Ängste, Sorgen und Gedanken vor den bevorstehenden Neuerungen, später wird es schwierig, mit zunehmenden Körperumfang eine geeignete Schlafposition zu finden. Noch dazu müssen sich schwangere Frauen erst an die hormonelle Umstellung zu Beginn der Schwangerschaft gewöhnen. In der späteren Schwangerschaft ist das Baby gerne nachts aktiv und lässt damit auch die Mutter aufwachen. Manche Schwangere haben auch mit Muskelkrämpfen und dem Rest-Less-Leg Syndrom zu kämpfen. Wichtig ist es auch hier, wie bei anderen Ursachen für Schlaflosigkeit eine geeignete Entspannungsmöglichkeit zu finden.

Schlaflosigkeit Wechseljahre

Frauen in den Wechseljahren empfinden Schlaflosigkeit als besonders belastend. Meist sind es Tagesmüdigkeit und Gefühle des „gerädert seins“, die dann der Schlaflosigkeit folgen. In den Wechseljahren, auch Klimakterium genannt, kann u.a. Schlaflosigkeit durch Hitze auftreten. Wenn Schlafstörungen und Hitzewallungen gleichzeitig auftreten, sind die Hormone Schuld. Der Östrogenspiegel sinkt und das kann zu einem weniger tiefen und nicht erholsamen Schlaf führen. Die Botenstoffe, die für die Steuerung der Schlafphasen im Gehirn zuständig sind, verändern sich und damit gerät der Schlafrhythmus durcheinander. Entgegenwirken können der Schlaflosigkeit Hausmittel, sanfte Entspannungstechniken und Gespräche mit einer guten Freundin.

Schlaflosigkeit PMS

Weiterhin kann ursächlich für Schlaflosigkeit PMS sein. Das Prämenstruale Syndrom führt zu Schlafstörungen, gleichzeitig verstärkt der Schlafmangel auch die Symptome des PMS. Das PMS tritt bei den meisten Frauen in der zweiten Hälfte des Zyklus, d.h. ein bis zwei Wochen vor der Periode auf. Die Symptome sind u.a. Übelkeit, Bauchkrämpfe, Kreislaufstörungen, Kopfschmerzen, Migräne und Rückenschmerzen. Aber auch Müdigkeit, Reizbarkeit und Erschöpfung zählen zu den Beschwerden des PMS. Häufig werden PMS-Patientinnen zusätzlich von Alpträumen geplagt, sie wachen öfter auf und ihnen fällt das Aufstehen am Morgen schwerer. Wenn ein Grund der Schlaflosigkeit PMS ist, kann Abhilfe geschaffen werden durch sanftes Yoga oder Meditation, aber auch andere Entspannungstechniken und Entspannungsmusik.

Schlaflosigkeit Folgen

Auf die Schlaflosigkeit folgen oft Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, geringere Leistungsfähigkeit und Magenbeschwerden. Aber auch ein schwächeres Immunsystem sowie vorzeitige Alterserscheinungen können langfristig der Schlaflosigkeit folgen. Wenn der Schlaf fehlt, ist das Risiko und die Gefahr von Unfällen hoch. Bei einer Schlafdauer unter sieben Stunden steigt außerdem die Gefahr an Herzkreislaufprobleme zu erkranken und das Auftreten erhöhter Entzündungswerte an. Auch unser Gewicht spielt im Zusammenhang mit Schlafproblemen eine große Rolle, denn Schlafmangel führt zu einem verstärktem Hungergefühl und eine Schlafenszeit über oder unter 8 Stunden kann zu einer Gewichtszunahme führen.

Was hilft gegen Schlaflosigkeit?

Wann wird aus Schlaflosigkeit Krankheit? Um für die Schlafstörungen Ursachen zu finden, ist manchmal notwendig, sich an einen Fachmann zu wenden, denn dauerhafte Schlafprobleme sollten unbedingt ärztlich abgeklärt werden. Der Arzt kann mit Medikamenten die Schlafstörungen behandeln oder andere Therapien einleiten um den gesunden Schlaf zu fördern. Hilfreich kann z.B. auch das Führen eines Schlaftagebuches sein.

Mittel gegen Schlaflosigkeit

Was tun bei Schlafstörungen? Besonders wirksam sind bei Schlafstörungen Hausmittel. Bei einer Einschlafstörung kann z.B. eine Aromatherapie helfen. Dabei wirkt sich vor allem Lavendel auf den Körper und den Schlaf besonders beruhigend aus. Auch pflanzliche Schlafmittel wie Baldrian– und Hopfenblütentee helfen beim Einschlafen.  Natürliche Schlafmittel wie Nüsse und Bananen lassen uns müde werden und besser schlafen.  Ein weiteres Mittel gegen Schlaflosigkeit ist Melisse, denn sie beruhigt den Geist. Wenn die Schlafmittel pflanzlich sind, ist die Gefahr einer Abhängigkeit sehr gering. Pflanzliche Schlafmittel und andere Mittel gegen Schlaflosigkeit, wie z.B. natürliche Hausmittel weisen kaum Nebenwirkungen auf. Bevor also zu schnell zur Schlaftablette gegriffen wird, als erste und schnelle Hilfe zählen bei Schlaflosigkeit Hausmittel. Aber: Schlafprobleme sind unbedingt ernst zu nehmen, bevor aus Schlaflosigkeit Krankheit wird. 


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Quellen

[1] https://www.lifeline.de

[2] apotheken-umschau.de/Schlafstoerungen

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