Langlauf Ski ist eine äußerst beliebte Alternative zum klassischen Abfahrt Skilaufen, allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass diese Sportart deutlich anstrengender ist, als sie aussieht. Wer Langlaufskifahren lernen will, braucht nicht nur eine gute Kondition, sondern auch die richtige Ausstattung dafür.

Ein paar wichtige Tipps, worauf du achten solltest, wenn du dich für diesen gesunden Outdoor Sport interessiert, bekommst du hier.

1. Ist Langlaufen schwierig?

Ja und nein. Schon vor Jahrzehnten warb der Deutsche Skiverband mit dem Slogan „wer laufen kann, der kann auch langlaufen“. Aber wie gesagt: lass dich nicht täuschen davon, dass es wirklich ziemlich easy aussieht. Ganz so einfach ist es nämlich nicht.

Für das Gleiten, und darin besteht der wesentliche Unterschied im Vergleich zum normalen Laufen, ist es wichtig, dass die Beine und Arme perfekt miteinander koordiniert werden. Und das kann für einen Anfänger durchaus eine ziemliche Herausforderung darstellen.

Aber es ist tatsächlich so, dass es jeder gesunde und einigermaßen fitte Mensch gut erlernen kann.

2. Einen Anfängerkurs besuchen

Am besten ist es in jedem Fall, sich nicht einfach auf die Ski zu stellen und versuchen, loszufahren, sondern einen Kurs zu besuchen, in dem du das Langlauf Skifahren von einem ausgebildeten Trainer beigebracht bekommst. Wenn du es dir nämlich selbst beibringst, kann es passieren, dass sich Fehler einschleichen und die sind oftmals nur schwierig wieder loszuwerden. Also: lieber gleich richtig damit anfangen, dann hast du nachher auch umso mehr Spaß daran. Wichtig ist nämlich auch, dass Anfänger lernen, wie man richtig abfährt, wie man bremst oder wie man sich im Zweifelsfall bei einem Sturz verhält. Ansonsten kannst du dich auch beim Langlauf schwer verletzen.

3. Die erste Langlauf Tour – welche Strecke sollte gewählt werden?

Am besten wählst du natürlich zu Beginn nicht gerade die schwierigsten und längsten Strecken aus. Besser sind Langlaufloipen ohne oder mit nur wenig Steigung. Zu empfehlen sind hier grundsätzlich blaue Loipen. Rot bedeutet mittelschwer und schwarz schwer, genau wie bei der Abfahrt.

4. Die richtige Ausrüstung für Anfänger

Wenn du Einsteiger bist, solltest du Langlaufski verwenden, für die du kein Steigwachs benötigst. Bei diesen Skiern dienen Schuppen oder Fell als mechanische Steighilfe, damit du nicht abrutschst, wenn es mal kleine Steigungen gibt. Du musst dir deine Ski nicht zwingend kaufen, in vielen Skigebieten kannst du ein passendes oder für dich geeignetes Paar zuerst einmal für einen kleinen Betrag ausleihen. Dort berät man dich auch in Bezug auf die richtige Länge, die sich an deiner Körpergröße und deinem Gewicht orientiert.

Weiterhin brauchst du zum Langlauf selbstverständlich auch Stöcke – ohne die geht nämlich gar nichts. Sie sollten leicht und bruchfest sein und damit der Griff immer gut in der Hand liegt, muss die Schlaufe in der Weite verstellbar sein. Auch hier spielt die Länge eine wichtige Rolle. Die Stöcke sollten, wenn sie in den Schnee gesteckt werden, etwa bis unter die Achseln reichen.

Nicht zu vergessen sind die Schuhe. Wenn diese nämlich nicht richtig passen, scheuern sie den Fuß auf, was zu unangenehmen Blasen führen kann. Der Langlaufschuh sollte also mit Bedacht ausgewählt werden. Aber auch die beiden letzt genannten Utensilien, nämlich Langlaufstöcke und Schuhe, kann man in vielen Wintersportläden ausleihen, bevor man sich dann irgendwann eine eigene Ausrüstung zulegt.

5. Die Bekleidung

Nicht nur die richtige Skiausrüstung ist wichtig, sondern auch die Bekleidung. Wenn du in deiner Freizeit viel läufst, kannst du vielleicht sogar deine Winter-Laufbekleidung für das Langlaufen verwenden. Wichtig ist aber, dass du dich keinesfalls zu warm anziehst. Beim Langlaufen wird es einem nämlich durch die körperliche Betätigung ziemlich schnell warm. Wenn du dann die ganze Zeit schwitzt, ist das äußerst unangenehm und kann wiederum Erkältungen nach sich ziehen.

Achte also darauf, dass die Skijacke und die darunter liegenden Kleidungsstücke atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend sind. Baumwollstoffe eignen sich weniger, da diese die Feuchtigkeit zwar aufsaugen, dann aber speichern und nicht nach außen abgeben. Du hättest in dem Fall also immer nasse Unterwäsche am Leib, was sehr unangenehm ist. Deswegen sind Mikrofaserstoffe und alle anderen atmungsaktiven Materialien hier perfekt geeignet.

Die Unterscheide zwischen Skijacken für Damen und Herren sind zwar vorhanden, aber gering: so haben Damenjacken fast immer einen taillierten Schnitt, wohingegen Männerjacken eher gerade geschnitten sind.

Um die anatomischen Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu berücksichtigen platzieren einige Hersteller auch die winddichten Zonen an unterschiedlichen Stellen um die jeweilige Skijacke Damen oder Herren gerecht anzufertigen.

Eine Langlaufjacke sollte leicht elastisch sein, um die Bewegungen beim Langlaufen nicht einzuengen. Dafür haben sie meist dehnbare Einsätze unter den Achseln, am Rücken oder am Unterbauch. Sie sorgen zudem für eine perfekte Luftzufuhr während des Fahrens. Weiterhin gibt es Unterschiede bei Langlaufjacken für Profis und für Hobby-Langläufer.

Kleiner Tipp: Wenn du Anfänger bist, besorge dir am besten eine bequeme und nicht zu eng sitzende Jacke, die kannst du nämlich im Zweifelsfall auch noch fürs Laufen verwenden, falls du feststellen solltest, dass du mit dem Langlaufen doch nicht so richtig „warm“ wirst.