Es kann zu einer ziemlichen Belastung werden, wenn Frauen unter einer starken Regelblutung leiden. Immer muss damit gerechnet werde, dass man „ausläuft“, bzw. dass der Tampon oder die Binde nicht ausreichen, um das viele Blut aufzusaugen. Wer einmal erlebt hat, was es bedeutet, mit blutbefleckter Hose herumzulaufen, weiß, wie belastend das sein kann. Betroffene Frauen trauen sich in dieser Zeit kaum noch aus dem Haus, denn die Regelblutung hört und hört nicht auf – zumindest macht es so den Anschein. Außerdem gesellen sich zu der starken Blutung oftmals heftige, krampfartige Schmerzen. Doch wie kann man eine starke Regelblutung stoppen? Muss man sich damit wirklich abfinden, dass das Blut läuft und läuft?

Auch die Dauer der Regelblutung ist von Frau zu Frau unterschiedlich: Während die eine nach drei Tagen „durch“ ist, zieht sich bei der anderen die Blutung über einen längeren Zeitraum und kann bis zu zehn Tage lang sein. Auch das Phänomen einer starken Regelblutung mit Stücken kenne viele Frauen.

Was ist normal und was nicht? Was sind die Ursachen für eine starke Regelblutung und wie kann eine Behandlung aussehen?

Die Regelblutung hört nicht auf – was können die Ursachen dafür sein?

Nicht immer liegt die Ursache alleine in der Periode. Treten sehr starke Blutungen auf, könnte auch etwas anderes dahinter stecken: zum Beispiel eine Entzündung am Eileiter oder an der Gebärmutter, aber auch Endometriose Herde innerhalb der Gebärmutter. Um dies auszuschließen, sollte also bei starken Regelblutungen sicherheitshalber immer der Arzt befragt werden.

Auch hormonelle Veränderungen während der Wechseljahre könne eine strake Regelblutung auslösen.

Regelblutung trotz Schwangerschaft: Wie kann das sein?

Regelblutung und Schwangerschaft, das sind zwei Dinge, die sich grundsätzlich widersprechen. Denn wenn man schwanger ist, bleibt die Regelblutung aus. Oder? Ja und nein. Es ist nämlich gar nicht so selten, dass Frauen ihre Regelblutung trotz der Schwangerschaft bekommen. Dabei handelt es sich aber nicht um strake Blutungen, sondern zumeist eher um Schmierblutungen. Auch die Farbe der Regelblutung ist während der Schwangerschaft anders. Handelt es sich um helles Blut, ist dies immer ein Alarmsignal, da dies der Vorbote einer Fehlgeburt sein könnte. Dann heißt es: sofort und unverzüglich zum Arzt gehen.

Die Regelblutung wären der Wechseljahre wenn bleibt die Regelblutung aus?

Auch während der Wechseljahre tritt die Regelblutung noch auf und zwar genau genommen bis zu dem Zeitpunkt der Menopause, mit der ein bestimmter Zeitpunkt festgelegt wird: die Regelblutung bleibt jetzt aus. Allerdings haben während der Wechseljahre nur noch wenige Frauen mit starken Regelblutungen zu schaffen. Die Dauer der Regelblutung nimmt mit der Zeit ab und die Blutung wird außerdem immer schwächer. Oftmals setzt sie auch nur noch in unregelmäßigen Abständen ein – ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Wechseljahre da sind.

Starke Regelblutung – ist eine OP erforderlich?

Wenn sehr starke und belastende Blutungen vorliegen und dies noch zu einem Zeitpunkt, zu dem keine Kinder mehr geplant sind, dann kommt unter Umständen auch eine operative Entfernung der Gebärmutter in Betracht. Es handelt sich dabei allerdings um einen größeren Eingriff, der neben körperlichen auch seelische Folgen mit sich bringen kann. Über so eine Operation sollte also nicht leichtfertig entschieden werden. Der Hormonhaushalt bleibt allerdings nach dem Entfernen der Gebärmutter gleich, eine Schwangerschaft ist dann aber logischerweise nicht mehr möglich. Im Zweifelsfall kann es hier sinnvoll sein, eine zweite ärztliche Meinung einzuholen.

Starke Regelblutung – was versteht man unter einem Koagelabgang?

Viele Frauen scheiden während der Monatsblutung Stückchen bzw. Blutgerinnsel aus. Das ist grundsätzlich völlig normal und wird als Koagelabgang bezeichnet. Wenn gleichzeitig allerdings noch andere Symptome auftreten, sollte man aufhorchen. Es kann nicht schaden, mit dem Gynäkologen darüber zu sprechen, wenn dies häufiger der Fall ist.

Blutgerinnsel, die während der Menstruation ausgeschieden werden, können zwischen 4 mm und 5 mm groß sein. Sie treten vor allem bei Frauen mit starken Regelblutungen auf. Diese Gerinnsel erscheinen eher in der Nacht als am Tag, weil das Blut hier die Zeit hat, zu gerinnen und dabei dichte Blutmassen entstehen. Mitunter kann das etwa beunruhigend sein, ist aber in der Regel harmloser Natur.

Starke Regelblutung – welche Medikamente gibt es?

Wenn es zur Belastung wird, dass die Regelblutung sehr stark ausfüllt, sollte der Arzt befragt werden. Eine starke Blutung kann nämlich mit verschiedenen Medikamenten abgeschwächt werden, zugleich werden auch etwaige Beschwerden gelindert. Allen voran zu erwähnen sind hier hormonelle Verhütungsmittel, die der Arzt in diesem Fall oft verschreibt. Ist die Blutung besonders stark, ist die Chance groß, dass sie aufgrund der Pilleneinnahme etwas nachlässt. Immerhin wird dem weiblichen Körper hier eine Schwangerschaft vorgegaukelt, was großen Einfluss auf die Periode hat.

Allerdings schränken die wirksamsten Behandlungsmöglichkeiten gegen starke Regelblutungen auch die Möglichkeit, schwanger zu werden, ein, wenn eine Frau also einen bestehenden Kinderwunsch hat und unter straken Regelblutungen leidet, schiedet die Pille schon mal aus.

Mitunter kann eine starke Regelblutung aber auch zum Problem werden. Nämlich dann, wenn sie zu einer Blutarmut, sprich einer Anämie führt. Dann sollte das Augenmerk auf eine eisenreiche Ernährung gelegt werden. Der Arzt wird in diesem Fall vermutlich ein Eisenpräparat verschreiben.

Abgesehen von hormonellen Medikamenten kann gegen Schmerzen, die oftmals mit einer starken Regelblutung einhergehen, auch die Einnahme von Schmerzmittel hilfreich sein. Dafür werden in der Regel nicht steroidale Antirheumatika verschreiben, die die Schmerzen und oftmals auch den Blutverlust verringern. Vorsicht geboten ist jedoch bei Acetylsalicylsäure, weil ASS gerinnungshemmend wirkt und die Blutung nur noch verstärken würde.

Schmerztabletten gegen starke Regelblutung habe allerdings Nebenwirkungen: sie können Kopfschmerzen, Müdigkeit und Muskelkrämpfe verursachen.

Wie viel Regelblutung ist eigentlich noch „normal“?

Genauso wie die Dauer der Regelblutung sich von Frau zu Frau unterscheidet, so unterscheidet sich auch die Stärke der Regelblutung. Was hier noch als normal oder unnormal zu bezeichnen ist, ist schwer zu definieren. Allerdings wird es dann kritisch, wenn der starke Blutverlust die Frau sehr müde macht, denn dann könnte es sein, dass sie unter einer Eisenmangel-Anämie aufgrund des starken Blutverlusts leidet. In dem Fall geht die starke Periode oftmals mit Schwindelgefühl einher.

Periode natürlich abschwächen – welche Hausmittel gibt es?

Es gibt derzeit zwar noch keine Forschungen, die es belegen, dass pflanzliche Mittel oder eine Umstellung der Ernährung tatsächlich gegen eine starke Regelblutung helfen. Dennoch gibt es viele Frauen, die es mit Hausmitteln versuchen und dabei durchaus positive Erfahrungen machen. Es gibt schließlich Heilpflanzen, die bereits seit Jahrtausenden bei den unterschiedlichsten Menstruationsbeschwerden eingenommen werden. Warum es also nicht mal versuchen, noch zumal Hausmittel in der Regel keinerlei Nebenwirkungen mit sich bringen?

Starke Periode – was könnte sonst noch helfen?

Auch wenn es sehr lästig ist, wenn die Regelblutung quasi nicht aufhört – es gibt auch Frauen, die sich ganz gut mit de Situation arrangieren. Es kann also hilfreich sein, diese Zeit einfach etwas gelassener anzugehen und sich eine Auszeit zu gönnen. Zweifellos ist dies nicht immer machbar. Einige Frauen empfinden aber auch Entspannungstechniken wie Yoga als hilfreich, um gelassener damit umzugehen. Anderen hilft viel Bewegung an der frischen Luft.

Welches individuell die beste Lösung bei einer starken Regelblutung ist, lässt sich so nicht sagen. Jede Frau ist anders, jede Blutung ist anders. Wie groß die Belastung durch die starke Blutung ist, das kann nur die Frau selbst beurteilen. Was die eine als sehr belastend empfindet, stört die andere vielleicht gar nicht wirklich.

So oder so sollten bei starken Regelblutungen die Ursachen durch einen Arzt abgeklärt werden.

PMS trotz Pille

Auch durch PMS können Beschwerden wie bei der Regel entstehen. Durch bestimmte Medikamente kann PMS behandelt werden. Insbesondere Tabletten mit Mönchspfeffer gelten als hilfreich. Normalerweise soll die Pille PMS-Beschweden vorbeugen, allerdings kann PMS auch trotz Pille auftreten.


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