Der Kelch geht leider an keiner Frau vorbei: Wenn die Wechseljahre kommen, stellen sich meistens verschiedene Probleme ein. Deswegen sind sie auch so gefürchtet. Wer will schon gerne freiwillig Hitzewallungen und schlechte Laune haben? Der Begriff symbolisiert es dabei recht gut, worum es geht: den Wechsel zwischen einer fruchtbaren, gebärfähigen Frau und einer, die keine Kinder mehr bekommen kann. Die Blutung setzt ein für alle Mal aus – das geht aber eben nicht von heute auf morgen, sondern braucht seine Zeit. Schuld an all den Beschwerden und Symptomen, die Frauen während der Wechseljahre haben, sind natürlich, wie sollte es anders ein, die sich gravierend verändernden Hormone. Es verhält sich ganz ähnlich wie in der Pubertät, im Grunde genommen nur umgekehrt.(1)

Wechseljahre – die Hormone

Die Wechseljahre sind, wie es der Name schon sagt, eine Zeit der Veränderung. Da unsere Hormone viele körperliche Vorgänge steuern, dauert es eine ganze Zeit lang, bis sich der Körper an die neue Situation gewöhnt. Die Umstellung der Hormone kann daher Beschwerden mit sich bringen. Sie muss es aber nicht! Frühzeitige Panik ist deswegen völlig unangebracht. Nur wenige Frauen haben über einen längeren Zeitraum starke Beschwerden.

Ab Mitte 40 verringert der Körper die Produktion des Geschlechtshormons Östrogen, was zur Folge hat, dass die Blutungen weniger oder unregelmäßiger werden und irgendwann ganz ausbleiben – dann spricht man von der Menopause. Es ist also eigentlich gar keine Pause, sondern der Schlusspunkt. Nach der Menopause ist es nicht mehr möglich, schwanger zu werden. Im Durchschnitt haben Frauen ihre Menopause mit 51. Bei allen möglichen „Nachteilen“ gibt es aber auch einen Vorteil der Menopause: Ab sofort müssen sich Frauen nämlich keine Gedanken mehr um die Verhütung machen. Menstruationsbeschwerden gehören dann endgültig der Vergangenheit an. Dennoch bereitet viele Frauen dieser Umbruch Sorge. Sie fühlen sich wertlos, nutzlos, oftmals gehen zu diesem Zeitpunkt auch die Kinder aus dem Haus oder die Eltern brauchen Unterstützung – all das bedeutet einen Wendepunkt im Leben, der nicht nur hormonelle, sondern auch emotionale Veränderungen mit sich bringt.

Wechseljahre – ab wann müssen Frauen damit rechnen?

Wann die Wechseljahre der Frau beginnen, das ist individuell sehr unterschiedlich. Bei den meisten Frauen zeigen sich die ersten Wechseljahres Symptome ab etwa dem 50. Lebensjahr. Es gibt aber auch Frauen, bei denen sie sich schon viel früher bemerkbar machen, vereinzelt fangen Wechseljahre sogar schon ab 40 Jahren an, zum Beispiel durch Unregelmäßigkeiten im Zyklus. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Frauen, die bis zu einem Alter von 55 Jahren und länger überhaupt nichts merken.

Im Übrigen gibt es Hinweise darauf, dass der Zeitpunkt, ab dem eine Frau ihre letzte Periode bekommt, erblich bedingt ist. Frauen, die also spät in die Menopause gekommen, haben meist Töchter, die ebenfalls erst später in die Wechseljahre kommen. Es gibt aber auch noch weitere Faktoren, die den Eintritt der Wechseljahre beeinflussen: die Einnahme von Medikamenten zum Beispiel, die Anzahl der Geburten, die Ernährung etc.

Wechseljahre – Wie lange ist die Dauer?

Bei manchen Frauen treten die Wechseljahre von heute auf morgen sehr heftig auf, andere hingegen merken kaum, dass es nun „soweit“ ist. Die Blutungen kommen unregelmäßiger und schwächer und bleiben irgendwann ganz aus. Doch wie lange dauern Wechseljahre im Schnitt an? Schwierig zu sagen. Bis der Körper sich an die neue Hormonproduktion gewöhnt hat können ein paar Jahre vergehen. Es ist von Frau zu Frau aber sehr unterschiedlich, wie lange die Wechseljahre dauern.

Wechseljahre – die typischen Beschwerden und Symptome

Immerhin bis zu zwei Drittel aller Frauen leiden an Wechseljahres Symptomen, die eine mehr, die andere weniger. Eines der typischsten Probleme während der Wechseljahre sind Schweißausbrüche und Hitzewallungen. Die häufigsten Symptome während der Wechseljahre stellen wir nachfolgend vor.

1.Hitzewallungen und Schweißausbrüche

Bei den meisten Betroffenen treten diese beiden Beschwerden länger als ein Jahr auf. Bei manchen erstreckt sich die Dauer sogar über mehr als 5 Jahre hinweg, aber auch ohne Behandlung gehen Hitzewallungen und Schweißausbrüche irgendwann von ganz alleine wieder weg.

2. Trockenheit der Scheide

Die Schleimhaut der Scheide ist dünner und produziert nicht mehr so viel Feuchtigkeit wie früher. Die Folge: Trockenheit und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.

3. Probleme mit den Ein- und Durchschlafen

Hier haben zwar auch die Hormone ihre Mitschuld, dennoch liegt das Schlafproblem oftmals daran, dass Frauen gerade jetzt viel wach liegen und ins Grübeln kommen. Habe ich erreicht, was ich wollte? Wo stehe ich in meinem Leben und worin liegt der Sinn? Soll ich mich jetzt noch mal beruflich verändern oder nicht?

4. Stimmungsschwankungen und depressive Verstimmungen

Gerade hieran haben die Hormone einen beachtlichen Anteil. Ganz ähnlich wie auch schon in der Pubertät kann es gerade jetzt zu regelrechten Stimmungsschwankungen kommen und Frauen, die möglicherweise schon einmal depressive Verstimmungen hatten, sind jetzt besonders gefährdet, erneut eine Depression zu bekommen.

Für Familie, Kollegen und Freunde ist es in jedem Fall gut zu wissen, dass jetzt ein wenig Rücksicht angebracht ist.

5. Osteoporose Risiko

Weil der Östrogenspiegel sinkt, steigt das Risiko für Osteoporose. Wichtig: ausreichend Kalzium zu sich nehmen, aber nicht vorwiegend durch Milchprodukte, sondern besser durch grünes Gemüse und Samen sowie Nüsse.

6. Übergewicht

Eigentlich ist es ganz schön ungerecht: Ausgerechnet jetzt wird es für Frauen immer schwieriger, ihr Gewicht zu halten. Auch bei der gleichen Menge an Nahrung kann das Gewicht langsam, aber sicher nach oben gehen. Dies liegt daran, dass der Grundumsatz sinkt. Tatsächlich klagen viele Frauen während der Wechseljahre darüber, dass überschüssige Pfunde an ihnen regelrecht kleben bleiben und nur noch schwer loszuwerden sind. Dies spricht dafür, mehr Sport zu treiben und gesünder zu essen. Viel Gemüse und Obst sollten der Hauptbestandteil sein während der Wechseljahre.

Wechseljahre Symptome: Statt Hormonbehandlung natürliche Mittel

Um eventuelle Wechseljahresbeschwerden zu lindern, gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Selbst dann, wenn die Symptome der Wechseljahre überhaupt nicht behandelt werden, verschwinden die irgendwann von ganz allein wieder. Immerhin sind die Wechseljahre keine Krankheit, sondern ein ganz normaler, körperlicher Vorgang. Wenn es der Frau aber unerträglich scheint, sich mit Hitzewallungen und dergleichen herumzuplagen, können statt Hormonbehandlungen, die mittlerweile immer mehr in Verruf kommen, auch pflanzliche Mittel eingenommen werden. Allerdings ist deren Nutzen bislang noch nicht wissenschaftlich belegt. Am ehesten scheinen Produkte zu helfen, die pflanzliche Östrogene enthalten, man nennt diese auch Phytoöstrogene. Asiatinnen, welche seit ihrer Kindheit viel Tofu konsumierten, leiden so gut wie nie unter Wechseljahresbeschwerden – eine interessante Entdeckung.

Zu den bekanntesten Mitteln gegen Wechseljahresbeschwerden zählen Remifemin und Femiloges. Beide Präparate sind ganz natürlich und können auch ohne Hormone Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Verstimmungen und Schlafstörungen positiv beeinflussen.

Wechseljahre – den Alltag meistern

Das Leben geht weiter, es gibt aber vielfältige Möglichkeiten, sich das Leben gerade während der Wechseljahre etwas entspannter zu gestalten. Viele Frauen probieren jetzt Yoga, autogenes Training oder Meidtiaotn aus. Sie sorgen für ein allgemein höheres Wohlbefinden und verbessern möglicherweise auch den Schlaf. Auch Sport und Bewegung an der frischen Luft sind jetzt genau richtig, um das Herz Kreislauf System und die Muskeln zu stärken.

Man hat übrigens festgestellt, dass Vegetarierinnen selten unter Wechseljahresbeschwerden leiden. Noch ein Grund mehr, um auf eine gesunde Ernährung mit viel Gemüse und Obst sowie Vollkornprodukten umzusteigen.

Wechseljahre – Fazit

Den meisten Frauen fällt es doch schwer, die Wechseljahre einfach anzunehmen, viel zu sehr werden sie heutzutage – leider – mit dem Altwerden verknüpft, verständlich, dass dann das Selbstbewusstsein leidet. Aber es gibt auch viele Frauen, die diesem neuen Lebensabschnitt positiv gegenüberstehen und Beginn eines, neuen, positiven Lebensabschnitts betrachten. Viele genießen die jetzt neu gewonnene Freiheit und nutzen die Chance, sich noch einmal zu verändern.


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Quellen

(1) wikipedia.org/wiki/Klimakterium

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