Zahnersatz ist häufig eine sehr kostspielige Angelegenheit, da der Zuschuss der gesetzlichen Krankenkassen nur die Hälfte der sogenannten Regelversorgung übernimmt. Hinzu kommt, dass viele Zahnprodukte, die heute eigentlich selbstverständlich sind, gar nicht Teil der Regelversorgung sind. D.h. „schöne“ Verblendungen beispielsweise aus Keramik gibt es von der GKV nur im sichtbaren Bereich, Implantate gehören gar nicht zur Regelversorgung. Deshalb müssen selbst Patienten, die wegen ihres niedrigen Einkommens für die Übernahme der gesamten Regelversorgung mittels Härtefallregelung infrage kommen, meist noch einen – je nach gewünschtem Zahnersatz mitunter sehr hohen – Eigenanteil zahlen. Es gibt jedoch Möglichkeiten, trotz eines finanziellen Engpasses den notwendigen Zahnersatz zu erhalten.

Kosten senken

Bereits im Vorfeld können sich Patienten vor zu hohen Zuzahlungen schützen, indem sie eine Zahnzusatzversicherung abschließen. Eine derartige Versicherung steht Mitgliedern von gesetzlichen Krankenkassen zur Verfügung, die einen Zusatzschutz wünschen. In der PKV Versicherte sollten eine entsprechende Option für Zahnmedizin bei ihrem privaten Krankenversicherungstarif wählen. Je nach Versicherungsunternehmen und Tarifart werden von einer solchen Police der Hauptteil (in der Regel etwa 70-80%) oder sogar alle der für Zahnersatz anfallenden Kosten übernommen. Häufig sind zusätzlich auch Prophylaxemaßnahmen abgedeckt, so dass es möglichst gar nicht zu Zahnverlust kommt. Allerdings sollte eine solche Versicherung bereits dann abgeschlossen werden, wenn noch kein Bedarf an einer Zahnsanierung vom Zahnarzt festgestellt wurde.
Wer keine Zahnzusatzversicherung besitzt, sollte bei kostenintensiven Maßnahmen wie beispielsweise Implantaten in Erwägung ziehen, die Behandlung im europäischen Ausland (z.B. Ungarn) oder beispielsweise der Türkei durchführen zu lassen. Dort sind die Behandlungskosten mitunter deutlich niedriger, während der medizinische Standard durchaus dem deutschen entspricht, zumal die dort tätigen Zahnärzte häufig in Deutschland ausgebildet wurden und auch Deutsch sprechen. Es gibt auch Online-Portale, auf denen Patienten die Kosten für ihren Zahnersatz vergleichen lassen und dann das günstigste Angebot auswählen können.

Finanzierungsmöglichkeiten

Egal, ob die Behandlung im Ausland oder in Deutschland stattfindet – wenn die Kosten das persönliche Budget überschreiten, was beispielsweise bei Implantaten, deren Kosten normalerweise im vierstelligen Bereich liegen, schnell der Fall sein kann, kommen verschiedene Finanzierungsvarianten in Betracht. Günstig und praktisch kann eine Finanzierung direkt über den Zahnarzt sein, falls dieser in Deutschland ansässig ist und mit einem Kreditunternehmen zusammenarbeitet, das sich auf Kredite für Zahnersatz/-behandlungen spezialisiert hat. Dabei fallen oft nur vergleichsweise geringe Zinsen an. Falls der behandelnde Arzt kein Finanzierungsmodell anbietet, kann natürlich auch ein herkömmlicher Bankkredit aufgenommen werden. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass Patienten, die bei einem Bankinstitut einen Kredit beantragen, natürlich über eine ausreichende Bonität verfügen müssen. Die Experten von www.kreditbeantragen.online raten, grundsätzlich im Vorfeld die Konditionen einer Finanzierung über den Zahnarzt mit den Kosten für einen herkömmlichen Ratenkredit zu vergleichen. Eine weitere Alternative sind Online-Kreditbörsen. Auf diesen Plattformen bieten Privatpersonen Kredite an, die deutlich flexibler hinsichtlich der Bonität und der Rückzahlungsbedingungen sind. Der Zinssatz errechnet sich allerdings aus der Bonität, weshalb er vergleichsweise hoch sein kann.